Archiv der Kategorie: Fotografie

Tipps für bessere Urlaubsfotos Teil 6 – welche Belichtungsautomatik

Pfähle am Strand

Welches Belichtungsprogramm soll ich wählen?

(Aktualisiert Juni 2025) Fotografieren lernen: Wer interessante Fotos machen möchte, braucht neben einem Gefühl für Gestaltung oft zusätzlich ein Quäntchen Fototechnik — auch wenn die Technik für die Gestaltung meist nicht ganz so wichtig ist wie ein „gutes Auge“.

Falls Du mit einem Smartphone fotografierst, lassen sich die im folgenden erwähnten Einstellungen oft nicht vornehmen. Aber vielleicht hilft der Artikel Dir bei der Überlegung, ob Du überhaupt noch eine richtige Kamera brauchst.

Um diese eher handwerkliche Seite der Fotografie sinnvoll einsetzen zu können, solltest Du ein paar Einstellungen an Deiner Kamera kennenlernen.
Eine besonders wichtige Rolle spielen dabei natürlich die Einstellungen zur Belichtung.

Viele Einsteiger fotografieren standardmäßig mit der Vollautomatik (als Symbol wird dafür oft ein grünes Rechteck oder eine grüne oder rote Kamera verwendet).
Diese Vollautomatik erhält gelegentlich auch phantasievolle Namen wie „überlegene Automatik“ oder „intelligente Automatik“ (iA) und dieser Name wird dann manchmal auch noch durch ein oder mehrere „+“ Symbole erweitert. (Der Phantasie der Hersteller sind da scheinbar keine Grenzen gesetzt.)

Die Angaben über diese Automatiken und ihre Unterschiede sind oft nicht sehr erhellend „(jetzt noch automatischer!“) das wenige liest sich ganz toll und oft sind die Fotos dann auch gar nicht schlecht. Aber vermutlich noch öfter sind sie auch nicht so ganz so toll, wie sie mit etwas Überlegung sein könnten.
Was kann man tun? Weiterlesen

geschrieben/aktualisiert: / 20. Juli 2025

Tipps für bessere Urlaubsfotos Teil 5 – Belichtungszeit

Die lange Belichtungszeit verwandelt das Riesenrad in eine Zentrifuge für das Astronautentraining

(Überarbeitet Juni 2025) Für ein „gutes Foto“ ist es wichtig, das das Bild die Aufmerksamkeit des Betrachters gewinnt (und hoffentlich auch behält). Ein spannender Bildinhalt, eine interessante Geschichte im Foto helfen dabei.

Man kann den Betrachter aber auch mit einem interessanten Bildaufbau, mit Schärfeverläufen, mit unterschiedlichen Helligkeiten oder Farbgebungen quasi an die Hand nehmen und ihn dann auf diese Art durch das Bild führen.

Dabei kann, wie im letzten Tipp zur Urlaubsfotografie geschrieben, die Wahl einer passenden Größe (oder besser: Kleinheit)  der Schärfentiefe helfen.
Damit lassen sich dann wichtige Motivbereiche betonen und unwichtige in der Unschärfe im Vorder- oder Hintergrund unterdrücken.
Oder man verbindet mit einer großen Schärfentiefe eigentlich weit voneinander entfernte Bereiche und lenkt damit die Wahrnehmung des Betrachters auf besondere Zusammenhänge oder Ähnlichkeiten oder ….

Andere Möglichkeiten

Neben der Schärfentiefe gibt es aber auch andere Optionen, die Aufmerksamkeit des Betrachters zu erhalten und zu lenken. Eine dieser Methoden möchte ich Dir jetzt zeigen.
Es geht dabei um die Darstellung von Bewegung im Bild. Ein sich bewegendes Objekt kann, je nach gewählter Belichtungszeit, im Bild völlig unterschiedlich aussehen. Weiterlesen

geschrieben/aktualisiert: / 20. Juli 2025

Tipps für bessere Urlaubsfotos Teil 4 – Bildgestaltung vereinfachen

Aus den Tipps für bessere Urlaubsfotos: Schärfentiefe zur Reduktion

Kleine Schärfentiefe um Bilder zu vereinfachen

(Juni 2025 überarbeitet)
Schon zu Beginn des ersten Tipps dieser kleinen Fotografieren-lernen-Reihe habe ich darauf hingewiesen: es ist auch und gerade für Urlaubsfotos wichtig, ein Bild nicht zu chaotisch zu gestalten. Völlig egal, ob man eine „richtige“ Kamera oder ein Smartphone verwendet.
Oft ist es besser, sich auf einen einzelnen Hauptakteur zu beschränken. Diese Beschränkung kann dann auch auf ganz unterschiedliche Art und Weise geschehen.
Du kannst zum Beispiel einen engeren Auschnitt wählen („ranzoomen“). Oder näher heran gehen.

Eine andere, wirkungsvolle Methode für weniger Durcheinander im Bild ist der Einsatz geringer Schärfentiefe. (Mehr zur Schärfentiefe in meinem Fotolehrgang im Internet und hier im Blog.)

Nicht zu ernst nehmen! Es handelt sich bei diesen Tipps keinesfalls um Gesetze, die man nicht brechen darf. Es sind nur Hinweise, die auch tendenziell langweilige Bilder, deren Inhalt den Betrachter nicht von vornherein fesselt, „erträglich“ machen können. Ein Bild mit einem spannenden Inhalt, einer spannenden Idee, kann dagegen trotz (oder wegen) einer Missachtung dieser Überlegungen ein tolles Bild ergeben. Je mehr man sich mit Gestaltung und Inhalt der eigenen (und fremder) Bilder auseinandersetzt, desto eher wird man in die Situation kommen, solche Hinweise nicht mehr zu benötigen oder auch bewusst missachten zu können. Solange man da noch nicht angekommen ist, kann es helfen, diese Hinweise bei der Planung/Gestaltung der eigenen Bilder zu berücksichtigen.

In oberen der beiden Beispielbilder stört der Hintergrund mit seinen vielen ablenkenden Details. Mit einer geringeren Schärfentiefe wie im unteren Bild kann man die Details aber einfach ausblenden, indem diese durch die Unschärfe vereinheitlicht werden. Das ist einer der vielen Wege um den Bildinhalt auf das wirklich Wichtige zu reduzieren und Weiterlesen

geschrieben/aktualisiert: / 20. Juli 2025

Tipps zur Urlaubsfotografie (1 & 2 & 3)

Bald beginnt die Urlaubszeit und viele holen dann, trotz des tollen Smartphones, die „richtige“ Kamera mal wieder aus dem Schrank.
Doch die Bilder sollten dann natürlich auch „etwas werden“. Die Kamera allein macht das meist nicht, es muss dazu auch hinter der Kamera stimmen.
Und damit der Umstieg vom Smartphone auf die richtige Kamera sich lohnt, wäre es wenig hilfreich, wenn Du die gleichen Fehler wie im letzten Jahr erneut machst.

Wie wäre es denn, vor dem Urlaub noch ein wenig zu üben?

Damit Du in diesem Jahr bessere Urlaubsfotos machen kannst habe ich zur Vorbereitung auf das Fotografieren im Urlaub eine Reihe von 10+ Beiträgen zur Fotografie im Urlaub Weiterlesen

geschrieben/aktualisiert:

Tipps für bessere Urlaubsfotos Teil 3 – richtig Belichten

Richtig belichten (1)

(Mai 2025 überarbeitet und ergänzt) Das Thema Belichtung beschäftigt die Fotografen schon seit den ersten Tagen der Fotografie und spielt natürlich auch bei Urlaubsaufnahmen eine wichtige Rolle.

Man kann das gleiche Motiv auf ganz unterschiedliche Arten belichten.
Je nachdem, welche Einstellungen man vornimmt, verändert sich die Helligkeit des entstehenden Bildes. Und bei manchen Veränderungen bleibt die Helligkeit gleich — aber trotzdem  kann sich dann das Aussehen des Bildes recht stark verändern.
Die Art der Belichtung hat also sowohl Einfluß auf die Bildhelligkeit als auch auf das Aussehen der Bilder, die Bildgestaltung.

(Falls Du mit dem Smartphone fotografierst, ist  erste Teil dieses Artikels für Dich vermutlich eher uninteressant, denn Du wirst auf diese Einstellungen in der Regel keinen Einfluss nehmen können. Andererseits kann es sicher nicht schaden, zu wissen, was mit einer „richtigen“ Kamera möglich wäre.
So oder so, weiter unten kommt noch etwas zum Thema Bildgestaltung, das gilt dann auch fürs Smartphone.)

Kümmern wir uns hier zu Anfang dieses Beitrags erst einmal um die Helligkeit und wie man sie mit der Belichtung verändert und an die eigenen Wünschen anpasst.
Das erste Ziel sollte dabei sein, ein richtig belichtetes Bild zu erhalten. Ich will im folgenden versuchen, Dir zu erklären, wie Du Weiterlesen

geschrieben/aktualisiert: / 20. Juli 2025

Tipps für bessere Urlaubsfotos Teil 2 – Bildqualität und Brennweite

Aus den Tipps für bessere Urlaubsfotos: Urlaubsmotiv - Dünen

Urlaubsmotiv – Dünen

(Mai 2025 überarbeitet – und für die Smartphone-Fotografen wird es erst weiter unten interessant)
Bei einigen ist es bald soweit und bei anderen dauert es auch nicht mehr lang bis zu den Sommerferien.
Und die Urlaubssaison ist für viele auch Fotosaison.
Wenn Du dann die Kamera nach längerer Pause (oder zum ersten Mal?) in die Hand nimmst, gilt es ein paar Dinge zu überprüfen.

Gerade dann, wenn Du Dich mit Digitalfotografie nicht so intensiv beschäftigst, kann es sein, dass Du Deine Kamera so eingestellt hast (oder sie so eingestellt ist), dass Du möglichst viele Bilder auf der Speicherkarte unterbringen kannst.
Ist ja auch logisch, es sollen ja viele Urlaubsfotos auf die Karte gehen. Je nach Größe des Speichers passen dann auch durchaus tausende Bilder.

Das ist natürlich toll, doch man erkauft sich die kleinen Dateigröße pro Bild oft mit einer zum Teil eher mittelmässigen Bildqualität. Zum einen sind nach einer Reduktion der Bildgröße nur noch wenige Bildpunkte übrig, von den teuer bezahlten (Mega-) Pixeln steht dann nur noch ein Teil zur Verfügung.
Und diese relativ wenigen Bildpunkte werden als JPEG in der Folge auch noch mehr oder weniger stark komprimiert.
Das kann sich später durchaus als gravierender Fehler entpuppen. Leider merkt man das dann aber erst später, wenn es für eine Korrektur zu spät ist.
Weiterlesen

geschrieben/aktualisiert: / 20. Juli 2025

Tipps für bessere Urlaubsfotos – einige Artikel werden überarbeitet

Im Frühjahr 2025 überarbeite ich meine Artikel rund um das Thema ‚Tipps für bessere Urlaubsfotos‘. Während dieser Zeit sind sie vorübergehend nicht verfügbar, werden aber nach und nach wieder online gestellt.

Wenn Du informiert werden möchtest, sobald ein Artikel wieder abrufbar ist, abonniere gerne meinen Newsletter.

geschrieben/aktualisiert:

Tipps für bessere Urlaubsfotos – Teil 1

Illustration zu: "Ein Sonnenuntergang, hier mit Mensch und Hund, ist ein beliebtes Motiv für Urlaubsfotos."(Überarbeitet Mai 2025)
Es dauert nicht mehr lange, bis in den ersten Bundesländern die Sommerferien beginnen. Und in der Urlaubszeit werden natürlich auch wieder viele Fotos gemacht.
– manchmal mit der „richtigen“ Kamera, aber vermutlich noch häufiger mit dem Smartphone

In beiden Fällen spielt die Bildgestaltung eine wichtige Rolle. Und bei der richtigen Kamera kommt dann auch noch ein wenig Fototechnik hinzu.

Da kann es sicher nicht schaden, vor oder während des Urlaubs beides, Gestaltung und Fototechnik, noch ein wenig zu üben.
Dabei möchte ich Dir mit einigen Tipps für bessere Bilder helfen.

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geschrieben/aktualisiert:

Analoge Bildbearbeitung

Schittzeichnung eines vergrößerers

Schematische Darstellung eines Vergrößerers. 1) Höhenverstellung, 2) Stange zur Positionierung der Lampe, 3) Sicherung dieser Einstellung, 4) Lampengehäuse, 5) Filterschublade, 6) Negativbühne, 7) Fokussierung, 8) Objektiv, 9) Grundbrett

(Überarbeitet: 18.05 25) „Bilder bearbeiten? Nö! Das gab es doch früher schliesslich auch nicht!

Bei Diskussionen zum Thema Für und Wider Bildbearbeitung treffe ich recht häufig auf Leute, die glauben, dass es früher (in Analogistan) keine Bildbearbeitung gegeben habe.
Das ist ja auch durchaus nachvollziehbar, weil der durchschnittliche Fotoamateur damals meist gar nichts davon mitbekommen hat und mittlerweile viele diese Zeit überhaupt nicht mehr erlebt haben.
Aber die Annahme, das es zu Zeiten der Analogfotografie keine Bildbearbeitung gab oder diese nur wenigen Spezialisten zur Verfügung stand, ist falsch!
Es gab im Gegenteil auch schon in der analogen Fotografie auf Negativfilm (Farbe und SW) nahezu kein unbearbeitetes Bild. (Mal ganz davon abgesehen, dass Photoshop jetzt auch schon 35+ Jahre alt ist und seinen Ursprung in der Bearbeitung analoger Fotografien hat.)

Ich habe das zum Anlass genommen, mal ein wenig über das analoge Verfahren zu schreiben. Hier meine persönliche Antwort zu dem Thema (in einer etwas ausführlicheren Version): Weiterlesen

geschrieben/aktualisiert: / 19. Mai 2025

Die Sommerzeit und der Betakurs „Street“ und aktuelle Termine

In der vergangenen Nacht wurde die Zeit an den (hoffentlich) kommenden Sommer angepasst.

Leider stellen immer noch viele Kameras die Uhrzeit nicht automatisch auf Sommerzeit oder Winterzeit („Normalzeit“) um. Und so wird die Umstellung natürlich oft vergessen. Deshalb diese kleine Erinnerung.

Und falls Dich interessiert, warum ich es für wichtig halte, die Uhrzeit der Kamera an die jeweiligen aktuellen Gegebenheiten anzupassen und warum ich mich nicht mit der „Standardzeit“ zufrieden gebe, findest Du einen heute frisch aktualisierten Artikel in meinem Blog unter „Hurra, Sommerzeit! Aber vergiß die Kamera nicht„.

Streetphotography – der Betakurs ist vorbei

Mein nach langer Zeit neu konzipierter Kurs zum Thema „Street“ hat die Bewährungsprobe hinter sich. Wie immer bei neuen Kursen gab es einen Test vorab. Solche „Betakurse“ sind dann deutlich preiswerter, weil die Teilnehmer (und ich) mit der einen oder anderen ungepanten „Überraschung“ rechnen müssen.

Diesmal ging aber fast alles gut, nur die Zeitplanung war noch etwas aus dem Lot, so dass es ein wenig länger dauerte als geplant.

Den Teilnehmern des ausgebuchten Betakurses (danke für das Vertrauen) schien es gefallen zu haben, die meisten möchten anscheinend eine Fortsetzung. (Mal sehen, ob ich einen zweiten Kursteil zum Herbst hinbekomme)

Der nächste Termin (im April) ist auch schon ausgebucht, aber wenn Du Interesse hast, kannst Du am 31.05.25(Sa.) oder 19.07.25(Sa.)noch teilnehmen. Informationen und Anmeldung zum Streetkurs

Die anderen Kurse

Bei meinen anderen Kursen sowohl für Anfänger als auch für Fortgeschrittene gibt es zum Teil neue Termine:

Zweitägiger Grundlagenkurs Digitalfotografie (Zeche Zollverein)

12.04.25/13.04.25 (Sa./So.)
10.05.25/11.05.25 (Sa./So. Neu)
21.06.25/22.06.25 (Sa./So. Neu)

Mehr Informationen und Anmeldung:
https://www.fotoschule-ruhr.de/zollverein.php


Eintägiger Grundlagenkurs Bildbearbeitung

01.06.25 (So.)

Mehr Informationen und Anmeldung:
https://www.fotoschule-ruhr.de/bildbearbeitung_1.php


Zweitägiger Grundlagenkurs Bildgestaltung

24.05.25/25.05.25 (Sa./So.)
13.09.25/14.09.25 (Sa./So. Neu)

Mehr Informationen und Anmeldung:
https://www.fotoschule-ruhr.de/Bildgestaltungsworkshop_1.php


Eintägiger Grundlagenkurs Digitalfotografie

08.06.25 (So.)
10.08.25 (So. Neu)

Mehr Informationen und Anmeldung:
https://www.fotoschule-ruhr.de/intensiv_1.php


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Danke!

Illustration Kaffeetasse

geschrieben/aktualisiert:

Woher kommen die krummen Blendenzahlen? Und warum sind sie „falsch herum“?

Die klassische Blendenreihe auf dem Objektiv einer Voigtländer Vitomatic IIb

Die klassische Blendenreihe von 22 bis 2 auf dem Objektiv einer Voigtländer Vitomatic IIb

Viele Anfänger (und auch einige Fortgeschrittene) haben ein ungutes Gefühl, wenn es um die Blendenzahlen geht. Man weiß zwar eigentlich, zumindest so ungefähr, was sie bedeuten und bewirken, aber wo genau kommen die Zahlen her?
Und warum sind sei so krumm? Und weshalb bedeuten kleinere Blendenzahlen mehr Licht als größere Werte?

Ich möchte hier versuchen, ein wenig Licht in diese Dämmerung zu bringen, also erklären, warum diese krummen Blendenzahlen eigentlich ein Vorteil sind. (Und woran es liegt, dass bei kleineren Zahlen mehr Licht durch das Objektiv kommt.) Weiterlesen

geschrieben/aktualisiert:

Lightroom — Bilder ins Archiv verschieben

Illustration zu "Lightroom — zu wenig Platz"

Das Dilemma der Digitalfotografie: Zu viele Bilder. zu wenig Platz!

(Aktualisiert 03/25) Irgendwann ist es soweit, die Festplatte läuft fast über, neue Fotos sollen auf den Rechner und die älteren Bilder müssen dafür Platz machen. Am besten werden sie auf eine andere (externe?) Festplatte kopiert.

Aber natürlich sollen die Fotos weiterhin im Lightroomkatalog zu finden sein. Und auch von dort aus mit Lightroom und anderen Werkzeugen bearbeitet werden können.
Wie lässt sich das am leichtesten machen ohne das alles „strubbelig“ wird. Weiterlesen

geschrieben/aktualisiert: / 15. März 2025

Lightroom — Bilder ins Archiv verschieben

Illustration zu "Lightroom — zu wenig Platz"

Das Dilemma der Digitalfotografie: Zu viele Bilder. zu wenig Platz!

Diese Zeit zwischen Weihnachten und Silvester. Keiner weiss was für ein Wochentag ist, Uhrzeiten werden am Sonnenstand gemessen – und Kekse zählen als vollwertige Mahlzeit. Eine gesetzlose Zeit.“
Ich weiß zwar nicht, von wem das Zitat stammt. Aber die Stimmung kenne ich.
In dieser Zeit mache ich aber auch was sinnvolles und verschiebe alte Bilder ins „Archiv“ auf einer externen Festplatte.
Mit Lightroom geht das ganz einfach. Aber man sollte das Verschieben dann direkt in Lightroom machen und nicht mit den Finder oder Explorer.


Irgendwann ist es soweit, die Festplatte läuft fast über, neue Fotos sollen auf den Rechner und die älteren Bilder müssen dafür Platz machen. Am besten werden sie auf eine andere (externe?) Festplatte kopiert.

Aber natürlich sollen die Fotos weiterhin im Lightroomkatalog zu finden sein. Und auch von dort aus mit Lightroom und anderen Werkzeugen bearbeitet werden können.
Wie lässt sich das am leichtesten machen ohne das alles „strubbelig“ wird.

Vorsicht

Du kannst natürlich die Bilder mit dem Finder beim Mac oder dem Explorer beim Windowsrechner verschieben. Aber danach weiß LR nicht mehr, wo die Dateien aktuell liegen und zeigt die Bilder mit einer Fehlermeldung oder in der Rasterübersicht mit einem „!“ an. Wenn ganze Ordner nicht mehr zu finden sind, werden sie in Lightrooms Ordneransicht mit einem „?“  versehen.
Dann keine Panik, das Problem kann man lösen. Zum Ende dieses Artikels findest Du einen Lösungsweg für das Problem.
Aber es ist sicherlich besser, es gar nicht erst dazu kommen zu lassen.
Deshalb solltest Du alle Veränderungen am Dateisystem, die die Bilder Deines Lightroom Katalogs betreffen, am besten nur mit LR machen.

Kurzer Einschub:
Verschieben / Kopieren / Sammlungen

Sammlungsansicht Lightroom Classic

Die Sammlungsansicht von Lightroom Classic

Lightroom versucht, Dubletten von Bildern zu verhindern, deshalb ist ein Kopieren statt des Verschieben innerhalb des Programs nicht bzw. nur sehr umständlich möglich.
Wenn Du dasselbe Bild in unterschiedlichen Gruppierungen haben möchtest, legst Du dazu statt eines zusätzlichen Ordners für die Duplikate besser eine zusätzliche Sammlung an.
Ein und dasselbe Bild (besser: Bilddatei) kann in beliebig  viele Sammlungen liegen, die sich auch zu hierarchisch geordneten Sammlungssätzen verschachteln lassen.
So kann die Aufnahme des Reichstags gleichzeitig im Sammlungssatz „Druckaufträge“ (der angelegt wurde, falls man eine Zusammenstellung noch einmal Drucken lassen möchte) in der Sammlung des Fotobuchs „Hauptstädte Europas“ und in der Sammlung zum Berlin-Kalender 2025 liegen. Und trotzdem muss die Bilddatei nur einmal vorhanden sein.

Bilder verschieben mit LR

Innerhalb von Lightroom kann man problemlos Bilder von einem Ordner in einen anderen Ordner und auch auf eine andere Festplatte verschieben. (Oder auf eine andere Partition, ich werde im folgenden aber nur von Festplatten schreiben, einzelne Partitionen (und auch USB-Sticks) sind dann mitgemeint. Und wo wir gerade dabei sind, wenn ich hier von Lightroom schreibe, meine ich „Lightroom Classic CC“.)

In eigener Sache:
Der nächste Termin zu meinem Grundlagenkurs Bildbearbeitung ist am Sonntag 19.04.26.
Es wird dann im Schwerpunkt um die Ausarbeitung von RAW-Dateien und um die sinnvolle Verwaltung der Bilder gehen, in erster Linie wird Lightroom (Classic) zum Einsatz kommen.
Natürlich ist auch Zeit für Fragen der Teilnehmer.
Zur Nacharbeit stelle ich umfangreiches Material in Form von Videos zur Verfügung und stehe regelmässig bei meinen kostenlosen (Online-) Fototreffen für Fragen zur Verfügung.
Informationen und Anmeldung

Danke für die Aufmerksamkeit.

Wenn die Bilder auf der gleichen Festplatte verschoben werden sollen, muss man dazu den Zielordner im Ordnermenü des Bibliotheksmoduls finden können. Standardmässig zeigt LR dort aber nur die ihm bereits bekannten Bilderordner an.
Der Zielordner, der Archivordner, liegt aber evtl. auf einer bisher nicht verwendeten Platte, ist LR also bisher unbekannt.
Solche unbekannten Ordner, sofern sie auf der gleichen Festplatte sind, erreicht man über den Befehl „übergeordneten Ordner anzeigen“ (per rechter Maustaste auf den Bilderordner).

Das muss man evtl. mehrfach machen, bis man ganz oben, auf der obersten Ebene der Festplatte (die natürlich auch eine SSD sein darf), angekommen ist. Von da aus kann man sich dann zum gewünschten Zielordner für das Verschieben wieder nach unten „durchhangeln“.
(Das Vorgehen dürfte von Adobe ruhig einmal etwas überarbeitet werden, so daß man mit einem Klick direkt zur obersten Ebene kommt.)

Das Vorgehen ist umständlich, speziell wenn die Ordner tief verschachtelt sind. Glücklicherweise gibt es eine Abkürzung.
Diese Abk. hilft Dir auch, wenn das Ziel des Verschiebens auf einer Festplatte liegt, die LR noch gar nicht kennt. Und dazu kommen wir im nächsten Absatz.

Auf neue (unbekannte) Festplatte verschieben

Ein bisher (für Lightroom) unbekannter Ordner lässt sich aus LR heraus nur umständlich erreichen. Und eine neue, bisher unbekannte Platte lässt sich aus dem Ordner-Menu des Bibliotheksmoduls gar nicht erreichen, man kommt ja höchstens bis zur obersten Ebene der bereits bekannten Festplatten. Unbekannte Platten werden überhaupt nicht angezeigt.
Aber Du kannst der Ordneransicht recht schnell den unbekannten Ordner oder eine ganze  unbekannte Festplatte hinzufügen.

Dazu exportierst Du einfach eines der bereits im Katalog vorhandenen Fotos in den Ordner bzw.  auf die externe Platte — ganz normal per „Exportieren …“ Dialog.  Dabei kannst Du dann auch gleich das Wunschziel „Archiv“, oder wie auch immer Dein Archivordner heißen soll, als neuen Ordner im System anlegen.
Obacht: damit dann die neue Platte bzw der neue Ordner auch bei LR registriert wird, darfst Du nicht vergessen, im Exportdialog die Option „Diesem Katalog hinzufügen“ zu aktivieren. (Später kannst Du evtl. wieder deaktivieren.)

Illustration zu "Lightroom-Export Diesem Katalog hinzufügen"

Lightroom-Export „Diesem Katalog hinzufügen“

Das exportierte Foto wird danach sofort wieder gelöscht, es hat seinen Zweck ja bereits erfüllt: Lightroom kennt nun diese Platte (und den Archivordner) und zeigt sie auch an, wenn sie leer sind.
Die zu archivierenden Bilder (oder Ordner) kannst Du nun im Bibliotheksmodul ins Ziel verschieben.

Vorsicht

Beim Verschieben musst Du beachten, das die Verwaltungssoftware der Betriebsysteme beim Verschieben zwischen Platten etwas anders vorgehen.
Du wirst es kennen, wenn Du mit der Maus im Explorer/Finder einen Ordner greifst und auf ein Ziel auf derselben Platte schiebst, wird er „nur“ verschoben. Es gibt ihn weiterhin nur einmal.

Schiebst Du ihn dagegen auf ein Ziel auf einer anderen Platte, ändert sich der Mauszeiger zu einem Plussymbol, der Ordner würde kopiert. Zum Verschieben müsstest Du also zusätzlich eine Taste verwenden.

Das ist bei LR anders, dort werden die Bilder/Ordner auch dann verschoben, wenn das Ziel eine andere Festplatte ist. Mit der Konsequenz, daß es ihn weiterhin nur einmal gibt. Du kannst auf diese Art also keine Sicherung/Backup anlegen.

zum Fotokurs

AKTUELL
Fotokurs
für Anfänger

Der nächste Termin (mit freien Plätzen) für meinen zweitägigen Grundlagen-Fotokurs (Zeche Zollverein) ist am Wochenende
11.04.26/12.04.26 (Sa./So.)
Weitere Termine:
in Kürze

Hilfe, die Bilder sind weg.

Nach dieser Anleitung sollte eigentlich alles klappen, aber niemand ist perfekt und Fehler können passieren. Vielleicht wurden die Bilder auch bereits ohne Beachtung dieser Anleitung unabhängig von Lightroom mit dem Explorer/Finder verschoben — und Lightroom findet sie nun nicht mehr. Was tun?

Das Problem lässt sich recht einfach lösen, wenn ganze Ordner betroffen sind. Dann ist in der Ordneransicht ein Fragezeichen neben dem Ordnernamen zu sehen. Ein beherzter rechter Mausklick führt zu einen Menüeintrag mit dem Namen „Fehlenden Ordner suchen …“, damit kann man LR nun zeigen, wo sich der Ordner (und die Bilder darin) befinden.

Wenn es sich nur um einzelne Bilder handelt, reicht es, mit der linken Maustaste auf das rechts oberhalb der Thumbnailansicht des Bildes sichtbare Ausrufezeichen zu klicken. Dann im neuen Dialogfenster den Button „Suchen“ zu betätigen und den neuen Aufenthalt des Bildes ansteuern und auswählen.

Lightroom wird in dem neu gefundenen Ordner zum Bild nicht nur das eine Bild registrieren, sondern zugleich versuchen, unter dieser Adresse auch andere ebenfalls  vermisste Bilder zu finden.

Egal wie man vorgeht, anschliessend stehen die Bilder auch zur Bearbeitung wieder zur Verfügung.

Sonderfall Smartpreviews

Doch was ist, wenn zum Beispiel im Urlaub die externe Festplatte mit dem Bilderarchiv nicht erreichbar ist. Der Katalog liegt dann zwar auf dem Laptop, man kann die Bilder also finden und sieht auch die Voransicht.
Aber bearbeiten oder Exportieren geht nicht, denn die Archivplatte mit den Originalen ist zu Hause geblieben. Was dann?

Vor dem Urlaub auf den Rechner kopieren? Wird schwer, auf der internen Festplatte ist vermutlich nicht genug Platz für alle Bilder. Deshalb verwendest Du ja die Archivplatte.
Und gerade die so wichtigen RAWs nehmen doch ordentlich Platz weg.
JPEGS wären zwar deutlich sparsamer, aber die RAWs eigenen sich viel besser fürs Ausarbeiten, denn sie enthalten, im Gegensatz zu den deutlich eingeschränkten JPEGs, noch alle Farb- und Helligkeitswerte der Aufnahme.

Illustration zu "Lightroom — Smartpreview erstellen"

Lightroom — Smartpreview erstellen

Die Lösung: Lightroom bietet bereits seit vielen Versionen eine Alternative zu den RAWs an. Schon beim Import der Bilder oder aber auf Wunsch hin auch später können aus den RAWS sogenannte Smartpreviews erzeugt werden.
Diese haben (fast) alle Fähigkeiten der ursprünglichen RAWs, sind aber in den Abmessungen kleiner (lange Kante 2048 Pixel).

Bildbearbeitung lernen

An dieser Stelle darf ich vielleicht kurz ein wenig Eigenwerbung einblenden.
Falls Du die Grundlagen der Bildbearbeitung, speziell auch zur Ausarbeitung Deiner RAW-Dateien — mit Lightroom und anderen Programmen — lernen willst, dann besuch mich doch in meinen Grundlagenkursen im Ruhrgebiet.
Ich würde mich freuen, Dich da persönlich kennenzulernen.
Mehr Infos zu diesen Kursen zu den Grundlagen der Bildbearbeitung, findest Du auf der entsprechenden Seite der Fotoschule-Ruhr.de.
Es gibt natürlich auch ein individuelles Online-Angebot zur Bildbearbeitung. Und das sogar im Preis reduziert.

Und jetzt: zurück zum Thema!

Miniatur RAWs

Man kann mit den Smartpreviews die gleichen Arbeitsschritte machen wie mit den „echten“ RAWs — auch und gerade im Entwicklungsmodul.
Und wenn später das Archiv, also die Ursprungs-RAWs auf der Archiv-Festplatte, wieder im Zugriff sind, werden deren Einstellungen nach den geänderten Vorgaben aktualisiert.

Die einzige Einschränkung der Smartpreviews ist deren Größe. Wenn man aus einem Smartpreview eine Bilddatei exportieren möchte, stehen nur 2048 Pixel für die lange Bildkante zur Verfügung.
Diese Pixelzahl reicht aber für viele sehr viele Anwendungszwecke, man kann damit „on the Road“ durchaus gute Bilddateien aus den Smartpreviews erzeugen.

Diese Smartpreviews nehmen deutlich weniger Platz ein und können oft auf dem Rechner bleiben, wenn für die RAWs kein Platz ist. So stehen (fast) alle Optionen auch bei bereits archivierten Bildern weiterhin zur Verfügung.

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Danke!

Illustration Kaffeetasse

geschrieben/aktualisiert:

Warum Schneefotos oft zu dunkel werden

Ilustration zur Belichtungskorrektur

Weiß in Weiß, das wird nicht immer wie gewünscht

Das wichtigste vorneweg: Ich wünsche Dir ein friedliches Weihnachtsfest. Und ein gesundes 2025.

Und jetzt zum frisch überarbeiteten und ergänzten Text:


In den Wintermonaten  gibt es ja sogar hier bei uns „Flachlandtirolern“ manchmal kräftig Schnee. Und manchmal so viel, dass er tatsächlich für einige Stunden liegen bleibt.
Lange genug jedenfalls für einen Spaziergang mit der Kamera.

Aber diese weiße Winterwunderwelt ist nicht nur für mich eher die Ausnahme.
Deshalb sind die Belichtungsmesser der Kameras  auf eine solche Situation oft gar nicht richtig vorbereitet.
In der Folge werden die von den (hoffentlich korrekten) Messergebnissen abhängigen Belichtungsautomatiken der Kameras dann in die Irre geführt. Sie gehen ja von falschen Voraussetzungen aus. Aus diesem Grund machen viele Foto Apparate bei Schnee mehr oder weniger starke Belichtungsfehler.
Das Ergebnis sind dann leider häufig zu dunkle Bilder mit dunkelgrauem Schnee. Weiterlesen

geschrieben/aktualisiert:

Weihnachtsdeko und Tannenbaum fotografieren

Illustration zu "Kamera & Christbaumkugel"

Weihnachten beim Fotografen ;-)

Eigentlich wollte ich gestern Nachmittag mal ausnahmsweise selber wieder an einem Foto-Workshop teilnehmen und ihn nicht ausrichten. Aber leider fand er mangels Teilnehmer nicht statt. Die gewonnene Zeit habe ich genutzt, um einen Artikel zum Thema „Weihnachtsdeko fotografieren“ zu aktualisieren.
Die Dekorationen und die vielen Lichter zur Weihnachtszeit schreien ja regelrecht nach einem Foto — es sieht ja oft wirklich malerisch aus. In eingen Wohnungen steht sogar jetzt schon den Weihnachtsbaum — bitte keine Diskussion dazu — der ist natürlich auch ein tolles Motiv. Oder auch ein schöner Hintergrund, gerade auch in der Unschärfe. (mehr dazu unten) . Mit ein bisschen Zeit und Übung steht schönen Bildern, gerade auch aus der eigenen Wohnung, nichts im Weg. Und vielleicht kannst Du  damit die Weihnachtskarten fürs nächste Jahr gestalten. Du solltest aber ein paar Punkt beachten, die ich hier im Folgenden kurz und knapp auflisten  möchte. Weiterlesen
geschrieben/aktualisiert: