Fragen aus dem ARD-Morgenmagazin (Teil 3)

Tom! beim ARD Morgenmagazin

Tom! beim ARD Morgenmagazin

Bei meinem „Gastspiel“ im ARD-Morgenmagazin (in der Mediathek kann man sich einen meiner vier Livebeiträge ansehen) war es leider nicht möglich, alle Zuschauerfragen live vor Ort zu beantworten. Die Antworten auf diese Fragen hole ich hier nach und nach nach.

Von Herrn L. aus Kassel:
Ist es sinnvoll die Automatik-Funktion von Digitalkameras zu verwenden oder sollte man besser die manuelle einsetzen?

Meine Antwort:
Es gibt an aktuellen Kameras verschiedene Arten von  Automatiken (Weißabgleich, Autofokus, Belichtung). Ich gehe jetzt einfach mal davon aus, dass sich die Frage primär um die Belichtungsautomatik dreht.

Welche Einstellung ist richtig?

Welche Einstellung ist richtig?

Kurze Antwort:

Durch manuelle Einstellung der Belichtung werden die Bilder nicht automatisch(!) besser. Da man auch bei vielen Belichtungsautomatiken eingreifen kann (Belichtungskorrektur, siehe auch den „technischen Teil“ hier), hat man auch mit der Automatik die Möglichkeit, das Ergebnis zu beeinflussen.

Mit der manuellen Belichtung hat man in der Regel den Vorteil, schneller zu sein .

Warum ist M schneller?

Wenn man sich auf die Konstanz der Beleuchtung verlassen kann (was z.B. bei sonnenbeschienenen Landschaften häufig der Fall ist) und die Belichtung für diese Beleuchtung passend eingestellt ist, muss man die Ergebnisse nicht mehr kontrollieren und nicht mehr eingreifen.

Die Automatik dagegen startet bei jedem Druck auf den Auslöser eine neue Belichtungsmessung.
Der Belichtungsmesser misst dann die Reflexion des Lichtes durch das Motivs (Objektmessung). Motive mit heller Oberfläche reflektieren viel Licht, Motive mit dunkler Oberfläche dagegen wenig.
Trotz konstanter Beleuchtung unterscheiden sich dann die Messergebnisse.
Die Automatik ist auf einen immer gleichen Durchschnittswert ausgerichtet, Bilder dunkler Motive werden heller und Bilder heller Motive dunkler.
Bei der Automatik muss man deshalb gegebenenfalls auch bei konstanter Beleuchtung kontrollieren und eingreifen.

In Situationen, in denen sich das Motiv (aber nicht die Beleuchtung) ändert, ist M deshalb dann das Mittel der Wahl. Vor allem wenn es zuverlässig und schnell gehen soll.

Und der Vorteil geht nicht verloren, wenn die Beleuchtung sich während des Zeitraums des Fotografierens öfter ändert.

 

Bei Landschaftsmotiven, Stadtszenen, inszenierten Bildern etc. hat man jedoch meist die nötige Zeit, um das Ergebnis zu kontrollieren und evtl. die automatisch belichtete Aufnahme mit einer Korrektur zu wiederholen. In solchen Fotosituationen kann man auf das für den Einsteiger oft etwas angstbesetzte „M“ verzichten.
Aber man sollte nicht vergessen, zu kontrollieren und wo nötig auch zu korrigieren.



Zu Teil 1 der Reihe
Zu Teil 2 der Reihe
Zu Teil 3 der Reihe
Zu Teil 4 der Reihe
Zu Teil 5 der Reihe

Wird fortgesetzt….

/ 09. Aug 2017

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.