Entfernung einstellen – mal anders (Zonenfokus)

Illustration Schärfentiefenskala Rollei 35TE

Die Schärfentiefenskala an einer Rollei 35TE

(Überarbeitet Mai 2022) Die Werbung für die aktuellen Kameras überschlägt sich seit einigen Jahren ja regelrecht mit Angaben zur Anzahl der Autofokusmessfelder und den Hinweisen auf die Geschwindigkeit der Fokussierung. (Teilweise sogar mit nicht ganz sauberen Tricks, siehe auch meinen Beitrag zum „Schnellsten Autofokus von Gelsenkirchen„)

Das erweckt so ein bisschen den Eindruck, als wären Fotografen in der Vor-AF-Zeit entweder begnadete Fokuszauberer oder einfach nur vom Glück geküsst gewesen, anders kann man damals ja wohl nicht zu scharfen Fotos gekommen sein.

Durch die spiegellosen Systemkameras wie die SONY Alpha 6000(*) (um nicht immer Olympus zu erwähnen) gibt es andererseits eine regelrechte Renaissance alter (und neuer) manueller Objekte.

Sie alten manuellen Objektive lassen sich an diesen Kameras oft ohne Probleme mit preiswerten Adaptern anbringen. Auch dann, wenn der Hersteller selber mittlerweile gar keine Kameras für diese Anschlüsse baut. Diese Objektive erzeugen manchmal durch ihre Konstruktion eine sehr spannende Bildwirkung (Stichwort: „Bokeh„), andere sind in der Wirkung aufs Bild einfach nur „speziell“.
Und manchmal sind sie einfach nur preiswert. (Mittlerweile werden für einige Objektiv aber auch schon Phantastilionen verlangt.)

In jeden Fall muss mit diesem „Altglas“ aber von Hand fokussiert werden.
Spezielle Funktionen wie automatische elektronische Sucherlupen zeigen beim „Schärfe ziehen“ kleine Bilddetails stark vergrößert, was den Umgang mit manuellen Objektiven deutlich erleichtert.
Eine andere sehr praktische Fokushilfe ist das „Focuspeaking„. Damit werden die Kontrastkanten von scharf abgebildeter Motivdetails mit leuchtenden Linien betont.

Und natürlich der „Zonenfokus„. Der hat dem Artikel ja auch den Titel gegeben hat. (Dazu mehr weiter hinten im Text)

Wie soll man denn manuell so schnell und sicher scharf stellen?

Die Frage liegt nahe, schon vor 50 und mehr Jahren gab es großartige Fotos schneller Bewegungen, auch von Sportereignissen. Diese Bilder zeichneten sich durch eine hervorragende Schärfe aus, obwohl sie ganz ohne Autofokus entstanden!
Da liegt die Frage nahe:
Wie haben die Sportfotografen das damals bloß hingekriegt.

Und in vielen Familienalben schlummern Schnappschüsse aus den fünfziger, sechziger oder siebziger Jahren — oder noch ältere Bilder. Damal gab es noch keinen Autofokus, aber trotzdem scharfe Schnappschüsse.
Wie haben die Eltern oder (vermutlich für die meisten Leser eher) Großeltern das nur gemacht?

Eine Antwort auf diese Fragen ist schlaue Fokussierung, unter anderem mit dem Zonenfokus. (Bitte Geduld, mehr dazu folgt.)

Nicht vergessen:
Das Optimierungspotential in der Fotografie liegt oft einige Zentimeter hinter dem Sucher!

Ich biete Bildbesprechungen nicht nur im Rahmen meiner regelmäßig stattfindenden zweitägigen Gestaltungskurse an, sondern auch als preiswerte individuelle Online-Treffen. Ich würde mich freuen, Dir in dem Rahmen Tipps und Hinweis zur Gestaltung Deiner Bilder geben zu können.
Informationen und Anmeldung

AF

Heutzutage gibt es natürlich den (hoffentlich) schnellen Autofokus (AF)  und viele reißen für Schnappschüsse einfach nur noch die Kamera hoch und hoffen auf den AF. Und das geht auch oft gut.
Aber der Autofokus hat so seine Eigenarten, speziell in der Standardeinstellung, die viele Kameras bei der Auslieferung aufweisen. So wird oft meist sehr präzise auf das Nahe, den Vordergrund, fokussiert.
Der Autofokus ist bei den meisten Kameras in der Standardeinstellung darauf programmiert, das aus seiner Sicht nächstliegende Motivdetail zu fokussieren.
Aber was ist, wenn Du im Zoo gar nicht die nahen Gitterstäben, sondern den weiter entfernten Löwen hinter dem Gitter scharf einfangen wolltest?
Wir kannst Du den Autofokus von diesem Ziel überzeugen?

AF Problemfälle

In dem Fall ist es natürlich gut, wenn Du weißt, wie man den Autofokus generell beeinflussen kannst.

Du kannst dazu dann z.B. einzelne Autofokusfelder oder Messfeldgruppen auswählen. Das geht oft über das „Steuerkreuz“ oder den „Joystick“ auf der Rückseite des Kameragehäuses.
Du aktivierst damit einfach das Feld über dem Bildbereich, denn Du präzise fokussiert haben möchtest.

Illustration zu Autofokusmessfelder FTR und Back-Button-Focus

Die klassische Verteilung der Autofokusmessfelder an einer Canon DSLR. Das mittlere grüne Feld ist aktiv, auf diesen Pfahl wird fokussiert.

Wenn dir das zu umständlich ist oder die äußeren Autofokusfelder nicht schnell oder zuverlässig genug sind, kannst Du nach FTR vorgehen. Bei „Focus Than Recompose“   verschwenkst Du kurz den Bildausschnitt, so dass das mittlere Autofokusfeld über dem Bildbereich liegt, der fokussiert werden soll. (Löwe)
Dann drückst Du den Auslöser bis zum ersten Druckpunkt, so dass der Autofokus startet. Die Kamera fokussiert nun auf den Löwen. Anschliessend schwenkst Du mit weiterhin gedrücktem Auslöser auf Deinen Wunschausschnitt zurück und löst aus.

Vorsicht, das funktioniert nicht mit dem kontinuierlichem Autofokus ( „C“, „AF-C“ oder „AI-Servo“) sondern nur über „S“, „AF-S“ oder „One-Shot“ in der Autofokuseinstellung.

(BTW: Über den Link „FTRfindest Du eine etwas ausführlichere Anleitung in meinem „Fotolehrgang im Internet“. Und wenn Du das noch weiter vertiefen möchtest, findest Du eine recht ausführliche Erklärung zu FTR und dem Back-Button-Fokus hier in diesem Blog. Aus meiner Sicht ist das in vielen Situationen der Königsweg im Umgang mit dem Autofokus.)

Beide Vorgehensweisen, sowohl FTR als auch die Wahl eines spezielle Autofokusfeldes, sind eine gute Möglichkeit, wenn es etwas genauer sein muss (weil z.B. die Schärfentiefe sehr gering ist), doch manchmal viel aufwändiger und langwieriger als nötig.

Falls der Bereich, der scharf abgebildet werden soll, über eine gewisse Zeit konstant bleibt und die Schärfentiefe ausreichend groß ist, kannst Du statt des eher aufwendig zu steuernden  Autofokus auch den sogenannten Zonenfokus verwenden.
Und das passt dann sogar auch für Kameras ohne AF, auch für „analoge“ Kameras.
Oder wenn „Altglas“ (also ein älteres  Nicht-AF-Objektiv) an modernen Kameras verwendet werden soll.

Altglas verwenden?

Für solche Kombinationen alter Objektive (in unserem Fall ohne AF) mit modernen Kameragehäusen bieten sich vor allem Systemkameras an, da Ihre Bauweise häufig Platz für den nötigen Adapter zulässt.

Illustration zu Focus Peaking

Focus-Peaking —Die kontrastreichsten (und damit schärfsten) Kanten werden im Sucherbild bzw. auf dem Display farbig hervorgehoben um den aktuell fokussierten Bereich anzuzeigen.

Solche Adapter werden fast immer bei Altglas benötigt, sie sind an Spiegelreflexkameras aber nicht immer problemlos verwendbar.

Bei den (D)SLRs liessen sich die Adapter zwar prinzipiell mechanisch befestigen, das Objektiv wäre aber durch die Kombination aus der Tiefe des Spiegelkasten plus der Dicke des Adapter zu weit vom Sensor entfernt, um noch auf unendlich fokussieren zu können.
Der störend große Spiegelkasten fällt bei Systemkameras dagegen bauartbedingt weg, Adapter lassen sich deshalb viel einfacher verwenden.

Und durch spezielle Anzeigen wie dem Focuspeaking oder der elektronischen Sucherlupe kann man gerade mit Systemkameras die Schärfe auch ohne AF sehr gut kontrollieren.
Das ist mit einem DSLR Sucher nicht so ohne weiteres möglich, an DSLRs geht es mit Fokuspeaking oder Sucherlupe meist nur bei LiveView über das Display, im Sucher dagegen funktionieren diese elektronischen Hilfen in der Regel nicht. Und klassische Hilfsmittel zum Fokussieren wie Schnittbildindikator und Mikroprismenring werden bei AF-Kameras fast nie eingebaut. 

Zonenfokus – was ist das?

Zonenfokus bedeutet eigentlich nichts anderes, als den möglichen Schärfentiefebereich sinnvoll zu nutzen. Je nach Aufnahmesituation spielt sich ja evtl. das bildwichtige und deshalb zu fokussierende Geschehen innerhalb eines mehr oder weniger großen Entfernungsbereiches, einer Entfernungszone, ab. Dieser Bereich, diese Zone liegt mit etwas Glück innerhalb der Schärfentiefe.

In dem Fall ist es dann ja gar nicht nötig, präzise zu fokussieren, da ja alles innerhalb des Bereichs auf den Bildern scharf erscheinen wird. Die Unschärfen sind innerhalb dieses Bereiches dann so gering, dass sie unterhalb der Wahrnehmungsmöglichkeiten des Bildbetrachters liegen — sie sind so klein, dass sie dadurch quasi unsichtbar sind.

Wer sich intensiver mit bestimmten Motiven beschäftigt, wird feststellen, dass er recht oft mit einer bestimmten Brennweite und in einem Entfernungsbereich fotografiert.

  • Die spielenden Kinder im Sandkasten werden nicht schlagartig ihre Entfernung ändern und plötzlich ganz nah vor der Kamera auftauchen oder in großer Entfernung verschwinden.
  • Wenn man den passenden Standort für einen guten Bildausschnitt beim Sportfoto gefunden hat, wird sich  die Entfernung zur Ziellinie des 100m Laufes nicht plötzlich verändern .
  • Und bei „Streetphotography“ auf dem Marktplatz werden sich die Motive in einem mehr oder weniger gleichen Entfernungsbereich von vielleicht 1,5 bis 4m bewegen.
Illustration Schärfentiefenskala Rollei 35TE

Die Schärfentiefenskala an dieser Rollei 35TE zeigt, dass bei Blende 11 die Schärfentiefe von unter 1,5m bis über 3m reicht.

Je nach Beleuchtungssituation, Kamera und Brennweite bieten sich dann feste Einstellungen von Entfernung und Blende an, die dafür sorgen, das alles innerhalb des Bereiches, der Schärfezone, scharf abgebildet wird.
An machen Kameras wurden solche „Schnappschusseinstellungen“ im Entfernungsring eingraviert, so dass man sie schnell aufrufen konnte.

Immer noch aktuell

Diese Technik aus der Vor-AF-Zeit hat auch heute noch ihre Berechtigung. Denn manchmal entscheidet sich, wie schon beschrieben, der Autofokus im Eifer des Gefechtes für das falsche Zielobjekt. Oder er kann nicht genügend Kontraste zum Fokussieren erkennen. Bis man dann den AF auf Spur gebraucht hat, ist die Situation evtl. schon vorbei.

Ich verwende öfter den Zonenfokus, je nach Motiv und Situation, z.B. für die Streetphotography. Aber es gibt natürlich auch Situationen, z.B. mit sich schnell ändernden Entfernungen, in denen ich voll auf den AF setze. Das ist dann der kontinuierliche AF und setzt natürlich entsprechende Objektive und Kameras voraus.

Wie geht das mit dem Zonenfokus

Eigentlich ist es einfach. Man sucht sich für die verwendete  Brennweite eine Kombination von (manuell oder per FTR oder Backbutton-Fokus) fokussierter Aufnahmeentfernung und Blende aus, die dann zu einer Schärfentiefe führt, die den Wunschbereich abdeckt. (Wenn man ständig die Brennweite verändert, wird der Zonenfokus aufwändig!)

Die Schärfentiefeskala an gerne verwendetm „Altglas“. Hier an einem Objektiv aus der FD Reihe von Canon.

In diesem Bildbeispiel ist an einem Canon FD Objektiv (also Altglas) die Entfernung auf 1,5m eingestellt. Bei Blende 16 reicht die Schärfentiefe dann mit diesem Objektiv am Kleinbildfilm oder Vollformatsensor von unter 1,5m bis über 3m. Innerhalb dieses Bereiches wird keine Unschärfe zu erkennen sein.
Das ist ganz ähnlich wie bei der hyperfokalen Distanz, die ist quasi der Zonenfokus für Landschaftsfotografen.

Wenn Du diese Technik verwenden willst, solltest Du allerdings aus unterschiedlichen Gründen mit den Schärfetiefenskalen der Kameras bzw. Objektive vorsichtig sein.
So musst Du aufpassen, weil nicht nur die Blende und die Brennweite die Schärfentiefe beeinflusst, sondern auch die Größe des Sensors (oder Films)  auf die Schärfentiefe einen massiven Einfluss hat.

Wenn dann das „Altglas“ (wie üblich) ursprünglich für Kleinbild vorgesehen war, haben diese Objektive in der Regel einen Schärfentiefegravur, die eben für den Kleinbildfilm passt. Und natürlich passen diese Markierungen dann auch für die etwa gleich großen Vollformatsensoren der Digitalzeit.

An Kameras mit einem kleineren Sensor ist die Schärfentiefe aber ganz anders. Nicht nur der aufgezeichnete Bildwinkel (also der vom Sensor erfasste Ausschnitt des vom Objektiv in die Kamera projizierten Bildkreises) wird deutlich kleiner, sondern auch die Ausdehnung des scharf abgebildeten Tiefebereiches des Bildes wird kleiner.

Die Sensorgröße beeinflusst die Schärfentiefe?

Durch die Unschärfe wird ein kleiner Punkt im Motiv zu einem mehr oder weniger großen unscharfen Scheibchen („Zerstreuungskreise“)  im Bild. Solange diese Scheibchen klein genug sind, sehen sie im Bild wie Punkte aus, sie wirken weiterhin scharf.
Die Schärfentiefe wird nun von der maximalen Größe der Scheibchen bestimmt, die der Betrachter noch nicht als Scheibchen erkennen kann, die für ihn noch wie scharfe Punkte aussehen. (Mehr im Fotolehrgang unter „Schärfentiefe und mehr“.)
Da die Aufnahmen auf dem kleineren Sensor für die Wiedergabe in einer festen Bildgröße (z:b: ein Blatt für einen Kalender oder die Wiedergabe auf dem Fernsehmonitor) stärker vergrößert werden müssen als die mit einem großen Sensor aufgenommen Bilder, werden auch die Scheibchen stärker vergrößert und eher sichtbar. Die Unschärfe nimmt so zu.

Aber selbst wenn die Gravur für den Sensor passt, oder die Schärfentiefe auf dem Display der Kamera für den Sensor passend eingeblendet wird, ist Vorsicht angesagt.
Heutzutage wird machmal nicht die wichtige gestalterisch wirksame Schärfentiefe angezeigt (die sich an den Fähigeiten des Auges des Bildbetrachters orientiert), sondern eigentlich nur der unter technischen Gesichtspunkten interessante Schärfentiefebereich, der sich an den Auflösungsfähigkeiten (Megapixeln) des Sensors orientiert.
(Mein Beitrag zu dieser unterschiedlichen Schärfentiefeberechnung)

Kurzer Einschub

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Aktuell:
Für meinen zweitägigen Grundlagen-Fotokurs (Zeche Zollverein) sind im Oktober und November nur noch je zwei Plätze frei (08.10/09.10 und 12.11/13.11).
Ich habe deshalb für 2022 einen letzten zusätzlichen Kurs zwischen den Feiertagen am 28.12.22/29.12.22(Mi./Do.) eingerichtet. Danach geht es in 2023 weiter.
Information und Anmeldung
Und jetzt weiter im Thema....
5+

Zum Glück gibt es Alternativen. Du kannst dann zur Berechnung des scharfen Bereiches immer noch einen der klassischen Schärfentieferechner nehmen, zum Beispiel diesen Schärfentieferechner, der damals der erste im deutschen Internet war und zufälligerweise auch noch von mir ist. ;-)
Oder Du nimmst diese Schärfentieferechenscheiben für unterwegs (die sind auch von mir! ;-)

Zum Umgang mit den Schärfentieferechenscheiben habe ich ein kleines Video gemacht.

Eine wichtige Einschränkung

Der Zonenfokus funktioniert am besten mit Weitwinkelobjektiven, also je nach Sensorgröße mit Brennweiten von 35mm / 23mm / 17mm (Vollformat / APS-C / mFT) oder kürzer.
Bei längeren Brennweiten ist der Schärfentiefebereich zu klein, um für den Zonenfokus wirklich sinnvoll nutzbar zu sein.

Illustration zu "Zonenfokus"

Ein Schiebezoom 70-210 von Tokina für den Minolta MD Anschluss. Da sich beim Zoomen die Schärfentiefe verändert, ist hier eine spezielle Schärfentiefeskala vorhanden, mit der man die Ausdehnung der Schärfentiefe für die jeweils eingestellten Brennweite ablesen kann. Bei Zoom auf 210mm ist der Bereich selbst bei Blende 32 winzig, bei 70mm dagegen geht er ungefähr von 2meter bis 7meter: Es handelt sich um ein Schiebe-Telezoom und ist so schon aus zwei Gründen (Zoom und Tele) aber eher kein Kandidat für klassischen Zonenfokus.

Zoomobjektive sind auch nicht optimal für den Zonenfokus, weil je nach Brennweite sich der Schärfentiefebereich verändert. Das macht das Handling kompliziert.
Und den Zoomring mit Klebeband zu fixieren ist auch nicht jedermanns Sache. ;-)

Für den Zonenfokus eignen sich also am besten Weitwinkelobjektive mit fixer Brennweite. Die dürfen dann aber auch gerne aus der Altglasschublade kommen.


Übrigens: Die Grundlagen rund um Fokussieren und Schärfentiefe  sind genauso wie Belichtung, Automatiken und Belichtungskorrektur ein wichtiger Teil meiner beiden  Fotokurse zu den Grundlagen der Fotografie, die ich an der Fotoschule-Ruhr.de im Bereich Grundlagen-Fotokurse anbiete.
Vielleicht wäre das ja was für Dich.

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8 thoughts on “Entfernung einstellen – mal anders (Zonenfokus)

  1. Jo

    Interessanter Artikel,

    Allerdings stimmen die Angaben Zu crop Sensoren nicht. Es ist genau anders herum: bei kleineren Sensor ist die Schärfentiefe größer, auch der Schärfe Bereich des zonenfokus ist damit größer als am vollformat

    1. Tom! Beitragsautor

      Hallo Jo,

      danke für den Kommentar.
      Deinen Einwand zur größeren Schärfentiefe bei kleineren Sensoren muss ich aber zurückweisen.

      Es wird zwar häufig behauptet wird, dass bei kleineren Sensoren die Schärfentiefe größer wird.
      Aber so verkürzt stimmt das nicht.
      Erst wenn man auch die Brennweite ändert (um trotz der kleineren Sensorfläche den gleichen Bildwinkel zu erhalten), ist die Schärfentiefe am kleineren Sensor tatsächlich größer.

      Hier gehe ich aber vom gleichen Objektiv, also gleicher Brennweite aus.
      Die Zusammenhänge sind dann eigentlich ganz einfach. Das Objektiv weiß ja nichts von der jeweiligen Sensorgröße, es erzeugt einfach ein Bild innerhalb seines Bildkreises.
      Je nach Brennweite, Aufnahmeabstand und Blendendurchmesser wird ein Punkt im Motiv dann scharf abgebildet oder aber mehr oder weniger unscharf als diffuses Scheibchen dargestellt.

      Wenn man nun für Aufnahmen, unabhängig von der Größe des jeweils genutzten Sensors, die gleiche Bildgröße für den Vergleich heranzieht, muss das vom kleineren Sensor aufgezeichnete Bild stärker vergrößert werden.
      Dabei wird dann aber auch jedes Detail stärker vergrößert.
      Auch die „Unschärfescheibchen“ werden größer, die Unschärfe wird so deutlicher sichtbar und der noch scharf erscheinende Bereich („Schärfentiefe“) wird dadurch kleiner.

      Das Thema ist nicht einfach, ich hoffe, ich konnte das nachvollziehbar erklären,
      Tom!

  2. Pingback: Entfernung messen

  3. H.U. Bender

    Früher konnte man mithilfe der Scala an den Objektiven eine bestimmte Distanz einstellen. So auch die Hyperfokale Distanz.
    Heute haben die meisten Objektive gar keine Scalen mehr.
    Ich schätze sie daher und mache mehrere Aufnehmen mit variablen Einstellungen der Entfernung.

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