Butterland – Delusion of Photography (Ausstellung)

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Illustration zur Ausstellung Butterland - Delusion of Photography

Ausstellung Butterland – Delusion of Photography

Am letzten Donnerstag war ich anläßlich einer Ausstellungseröffnung im Museum Folkwang. “Butterland – Delusion of Photography“ (Täuschung der Fotografie) war der offen verfasste Titel.

Es wurden Bilder(-gruppen) und mehr von Fotografiestudenten der FH Dortmund gezeigt, Semsterarbeiten, Bachelorarbeiten und auch Fotografien von ehemaligen Stundeten. Das Thema ist im engeren und weiteren Sinne reflexiv, es geht um das Medium Fotografie und den Spannungsbereich zwischen Realität und Fiktion. 
Das ist nicht neu, aber immer wieder spannend.

Butterland?

Der Begriff „Butterland“ war mir bis dahin unbekannt, wurde zum Glück aber bei der Eröffnung  direkt erklärt. Er stammt aus der Sprache der Seefahrer und bezeichnet Land, das keines ist. Das sind zum Beispiel Nebelbänke und Lichtreflexionen , die so aussehen, als ob sie Inseln oder Festland wären.
„So aussehen als ob“, das ist dann schon der Bereich von Realität zu Fiktion, dem auch die Hängung der Ausstellung folgt. Vom vermeintlich dokumentarischen Bild am Anfang der Reise durch die Ausstellung bis hin zur fiktiven Familiengeschichte an deren Ende.

Hängung

Für die Präsentation wird das gesamte Untergeschoß des Altbaus verwendet — das ist schon ein ganz schön große Fläche. Und die erlaubt es auch, einige größere Arbeiten zu zeigen ohne das das alles zu gedrängt wirkt.
Die Räume werden wirklich gut genutzt, den dafür Verantwortlichen (afaik: die Studenten) gehört ein ausdrückliches Lob!

Die ausliegenden Informationen (deutsch und englisch) zum Gesamtkonzept und zu den einzelnen Arbeiten helfen, die Ideen dahinter nachzuvollziehen. Und sollten gelesen werden.

Besuch

Es ist in jedem Fall sinnig, zum Besuch deutlich Zeit einzuplanen, da eilt man nicht mal so eben schnell durch.
Verschärft wird das noch durch mehrere Tische mit Fotobüchern, geschätzt 20 oder 25 Stück, die durchaus auch aufmerksam betrachtet werden sollten. (Leider gibt es an den Tischen keine Sitzgelegenheit, die käme mir altem Sack doch gelegen.)

Eröffnung

Am Tag der Ausstellungseröffnung war es sehr voll, damit hatte ich gar nicht gerechnet. Es war so voll, dass es sogar eine vorübergehende Einlaßsperre für das Untergeschoß gab.
Mir war das ein wenig zu viel, ich bin nach etwa einer Stunde gegangen. Und habe damit jemanden glücklich gemacht, der draußen als nächster in der Schlange wartete und erst rein durfte, als ich ging.

Nochmal!

In der Zeit vor Weihnachten werde ich die Ausstellung aber auf jeden Fall noch ein- oder zweimal besuchen (tagsüber unter der Woche) und mir einige Arbeiten und das eine oder andere der Fotobücher etwas genauer ansehen.
(Du willst mitkommen? Melde Dich bei mir per Mail oder Kommentar unten.)

Zusammenfassung:

Wer sich einen Überblick über die studentische Auseinandersetzung mit Fotografie verschaffen will, hat hier eine großartige Chance. Wer nur einfach schöne Landschaftsbilder oder ähnliches sehen will (was auch, und das ist mir wichtig zu betonen, durchaus berechtigt ist), wird vermutlich eher enttäuscht sein.

Wenn es noch eines letzten Arguments bedarf, der Eintritt in die Ausstellung ist kostenlos.
Und außerdem: die Räume sind beheizt. ;-)

/ 03. Dez 2018

2 Gedanken zu „Butterland – Delusion of Photography (Ausstellung)

  1. Judith Rotert

    Hi Tom,

    dein Artikel über die Ausstellung liest sich gut … sag Bescheid, wann du dort ein weiteres Mal hingehst … vielleicht schaffe ich es ja mitzukommen . :-)

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