Mensch gegen Maschine: Wer besiegt das Bildrauschen?

Verw a a a ckel l l l t
Du wirst das kennen, während eines Ausflugs in die nächste Stadt oder ans Ende der Welt findet man überraschend ein interessantes Motiv mit dem man gar nicht gerechnet hat.
Ein Kirchenschiff mit Gemälden und Skulpturen zum Beispiel. Spannend zu fotografieren, aber es ist dort sehr dunkel.
Man hat dann natürlich kein Stativ dabei (wer schleppt das schon auf „Gut Glück“?) und muss deshalb hohe ISO-Zahlen wählen, um eine Belichtungszeit zu erhalten, bei der man nicht verwackelt.
Die Stabilizer gerade aktueller Kameras kommen mit langen Belichtungszeiten heutzutage immer besser zurecht. (Und es gibt ja auch ein paar zusätzliche Tricks gegen das Verwackeln.)
Was hilft gegen das Verwackeln?
Aber irgendwann ist dann eben doch Schluss mit den Tricks und ihnen richtiges Stativ oder unangenehm hohe ISO-Werte geht dann nichts mehr.
Diese Grenze kommt natürlich noch eher, wenn man gar eine ältere Kamera dabei hat, evtl. ganz ohne Stabi und mit kräftigem Rauschen. Oder ein kompaktes Modell mit kleinem Sensor, das oft auch ein wenig stärker rauscht.
Wenn alle Tricks ausgereizt sind, muss man mit dem Rauschen der Aufnahme leben. Und später etwas Arbeit investieren.
Dann kann bei der Ausarbeitung der RAW-Dateien (Du fotografierst doch hoffentlich auf RAW?) die Rauschunterdrückung der Software helfen. Und auch bei JPEGs können manche Programme meist noch was retten.
Speziell durch die künstliche Intelligenz hat sich da in den letzten Jahren einiges getan.
Aber es gab auch schon früher Wege, um das Rauschen recht wirkungsvoll zu unterdrücken. Einer, den ich gerne anwende, besteht darin, per Serienbild mehrere Aufnahmen zu machen und diese dann später miteinander zu verrechnen. Auf die Art kann man das in jedem Bild individuelle Rauschen unterdrücken und die in jedem Bild gleichen Bilddetails betonen.
Diese Technik ist so effektiv, dass sie von vielen Smartphones (da oft in Kombination mit weiteren Eingriffen) und wohl auch von einigen Systemkameras angewendet wird.
Aber auch wenn Du mit einer „richtigen“ Kamera fotografierst und diese das Verfahren nicht beherrscht, kannst Du es mit fast jeder Kamera umsetzen, auch mit einfacheren kompakten Modellen.
(Ich habe dazu schon vor einiger Zeit einen Artikel geschrieben.
Die Tage werden kürzer die isowerte steigen (Teil 2)
Weg mit Bildrauschen — Tom! vs. „AI“
Mir geht es heute um einen Vergleich der dank künstlicher Intelligenz immer besser gewordenen Rauschunterdrückung mit meinem alten Lieblingsverfahren, der Mischung aus Aufnahmetechnik und anschließender angepasster Ausarbeitung.
Ich habe dazu einen kleinen Film gemacht. Falls Du ihn nicht sehen kannst, findest Du ein Transkript meines Textes daraus mit einigen Ergänzungen weiter unten auf dieser Seite.
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Transskript
Hier das ein wenig überarbeitete Transskript des Videos für diejenigen, die lieber lesen wollen oder müssen.
Ja, es stimmt das Bild rauscht, und zwar ziemlich stark. Es wurde mit ISO 12.800 und einer älteren Kamera mit einem kleinem Sensor aufgenommen.
Für Aufträge gelten natürlich ganz andere Regeln, aber wenn ich privat unterwegs bin, auf Städtereisen oder ähnlichem, dann habe ich oft keine Lust, große und schwere Kameras mitzunehmen.
Ich packe da lieber eine kleine und leichte Kamera ein. Die ist für meine Bilder (Street, Architektur, Landschaft) meist völlig ausreichend, oft sogar besser geeignet.
Und ein Stativ nehme ich dann natürlich auch nicht mit.
Weil ich mich und meine Vorlieben kenne, ist das meistens auch völlig in Ordnung so.
Aber manchmal stoße ich auf unerwartete Motive. Und manchmal liegen die im Dunkeln, da wäre ein Stativ schon praktisch. Das darf man an speziellen Orten wie vielen Kirchen und Museen nur leider meist sowieso nicht aufbauen .
Das Bild, das ich hier gemacht habe, ist so ein untypisches Motiv. Es zeigt einen Schaltschrank – nicht besonders kreativ, aber ich fand es dennoch interessant. Ich wollte es mit einer möglichst hohen Bildqualität festhalten, damit der Betrachter tief in die Details eintauchen kann. Denn gerade bei solchen Aufnahmen geht es nicht um die Bildgestaltung der Fläche, nicht um verbindende Linien, Vordergrund, Mittelgrund und Hintergrund, Farbharmonien, etc..
Es geht bei solchen rein reproduzierenden Bildern meist um die präzise Darstellung der Details.
In der Kunstfotografie, insbesondere im deutschsprachigen Raum, gibt es Fotografen, die sich die genau solche, ich nenne sie immer ein bisschen scherzhaft so, Wimmelbilder machen.
Auf den ersten Blick wirken diese manchmal chaotisch und eher wenig ansprechend. Aber wenn man sie wirklich großflächig, im Museum oft in vier bis fünf Metern Breite, betrachtet, kann man tief in die Details eintauchen, was letztendlich ihre Faszination ausmacht.
Mein Versuch, ein solches detailreiches Bild zu erstellen, ist hier jedoch gescheitert – der hohe ISO-Wert war notwendig, um Verwacklungen zu vermeiden, brachte aber leider, verstärkt durch die kleine Kamera Rauschen mit sich. Ich bin da normalerweise nicht so pingelig, aber bei solchen Bilder stört das wirklich.
Glücklicherweise gibt es mittlerweile KI-basierte Lösungen, um das Rauschen zu reduzieren. Ich werde nun ein paar Ergebnisse zeigen. Diese wurden zwar nicht bis zur Perfektion bearbeitet, aber sie veranschaulichen die Grundproblematik recht gut.
Hier zunächst das Bild, das mit DXO entrauscht wurde. Es hat einen leichten Schleier, eine Art Unschärfe, die man mit weiterer Nachschärfung verbessern könnte. Das ist jedoch noch nicht das Ende der möglichen Qualität. Dann haben wir ein Ergebnis mit Topaz DeNoise, das ebenfalls eine gewisse Weichheit aufweist, ähnlich wie die KI-Lösung von Lightroom. Diese bringt zwar mehr Schärfe, jedoch auch ein wenig mehr Rauschen
Wenn ich mir jetzt zum Vergleich „mein“ übliches Vorgehen in solchen Situationen ansehe, wie ich solche Situationen mit wenig Licht zu lösen versuche, dann erhalte als Ergebnis dieses Bild.
Das rauscht auf den ersten Blick deutlich mehr, aber es zeigt halt auch deutlich mehr an Details.
Wenn man sich hier die einzelnen Markierungen, die einzelnen Skaleneinteilungen anschaut und das dann mal mit den vorherigen Ergebnissen des Entrauschens vergleicht, dann fallen bei diesen diese feinen Linien quasi völlig unterm Tisch.
Das Verfahren, was ich hier angewendet habe, ist eigentlich simpel, aber man muss natürlich erst mal erst mal drauf kommen. Ist auch nicht auf meinem Mist gewachsen, ich habe es selber im Internet vor vielen Jahren mal gesehen. Es ist wirklich einfach.
Ich mache dazu nicht nur ein Bild des Motivs , sondern fotografiere den gleichen Ausschnitt mit dem nötigen (evtl. sehr) hohen ISOwert mehrfach.
Das kann man ganz einfach mit der Serienbild-Einstellung an der Kamera machen.
Dann entstehen 10, 15, 20 Bilder.
Hier für dieses Motiv habe ich acht Einzelbilder gebraucht, die einfach nacheinander aus der Hand entstanden sind.
Klick, klick, klick, klick, klick, in schneller Folge.
Diese acht Einzelbilder haben alle ein sehr hohes Rauschen, aber es ist nicht das gleiche Rauschen. Ein großer Teil des Rauschens ist in jedem Bild individuell und unterschiedlich.
Es werden also in unterschiedlichen Bildern des gleichem Motivs immer andere Details vom Rauschen „verdeckt“.
Und es gibt mathematische Verfahren, mit denen man das individuelle Rauschen, wenn man mehrere Bilder hat, mehr oder weniger gut „rausrechnen“ kann.
Das führt dann zu Ergebnissen, die mehr Details zeigen können, weil dahinter mehr Einzelbilder stehen. In jedem der Einzelbilder ist ein bisschen mehr von den Details, in diesem Fall von den kleinen Skalenstrichen zu sehen.
Und in der Summe der zusammengefügten Bilder sehe ich dann auf einmal die ganzen Skalenstriche, die bei der Umwandlung aus ***einem*** einzelnen verrauschten Foto nicht sichtbar sind. Ich habe also hier deutlich mehr an Details, die der Betrachter erkennen kann.
Wenn man die Skalen vergleicht, erkennt man, dass in der kombinierten Version Details sichtbar sind, die bei einem einzelnen Bild komplett verloren gehen würden.
WORKFLOW
Der Workflow sieht so aus:
Dazu muss ich als erstes natürlich diese Einzelbilder machen, Kamera auf Serienbild stellen und einfach hintereinander weg auslösen, drücken und mitzählen. Acht Bilder, zehn Bilder, zwölf Bilder, wie viel auch immer.
Es lohnt sich irgendwann nicht noch mehr Bilder zu machen. Der Unterschied von 8 auf 16 ist schon nicht so groß, von 16 auf 32, das kann man im Prinzip schon vergessen.
Also bleiben wir mal bei den etwa 8 Bildern, die als Ergebnis rauskommen sollten.
Das hier sind diese 8 Bilder. Das ist das erste Bild, das ist das zweite und man sieht, die verschieben sich ein bisschen zueinander, weil ich die Kamera auch nicht richtig ruhig halten konnte, über die lange Zeit der Gesamtbelichtung der Einzelbilder.
Das hätte ja gerade, hätte ich eine lange Belichtungszeit verwendet, mit einem niedrigen Isowert, zwar zu weniger Rauschen geführt, aber zu einer starken Verwacklung.
Ihr seht ja quasi zwischen den kurz beklichteten Einzelbildern immer kleine Schritte des Verwackelns.
Und alle diese Bilder — insgesamt 8 Bilder — alle diese Bilder weisen jetzt also ein individuelles Rauschen auf und das kann ich versuchen herauszurechnen.
Dazu muss ich diese Bilder miteinander kombinieren. Und wer jetzt Lightroom hat, Lightroom Classic hat, der hat glücklicherweise auch Photoshop In der aktuellen Version hoffentlich. Ansonsten müsst ihr das noch mal aktualisieren, obwohl das geht auch mit, was ich jetzt mache, geht auch mit ziemlich alten Version.
Ich werde jetzt alle diese 8 Bilder — gucken wir uns die mal hier in der Rasteransicht an — alle diese 8 Bilder auswählen, ich wähle das erste Bild aus, ich wähle das letzte Bild mit gedrückter Umschalttaste aus — dann werden die dazwischen auch alle mitgenommen.
Und diese 8 Bilder schicke ich jetzt rüber zu Photoshop.
Rechte Maustaste und über „Bearbeiten in“, kann ich hier nicht nur einfach Photoshop öffnen — dann würden sie als Einzelbilder dort geöffnet — sondern ich kann sie als Ebenen öffnen, das heißt es entsteht ein Bild und in dem Bild sind alle 8 Bilder übereinander angeordnet.
Das ist am einfachsten, wenn man das mal macht, dann brauche ich nicht so viel zu erklären.
Also ich sage jetzt als Ebenen öffnen und wechsel dann mal rüber nach Photoshop und hier sollte jetzt nach und nach ein Bild entstehen mit diesen 8 Einzelbildern als individuelle Ebenen.
So kurz vorgespult, hier haben wir jetzt die 8 übereinander liegenden Bildern als Ebenen übereinander liegen, die jetzt natürlich alle nicht deckungsgleich sind, weil die Kamera zwischen den einzelnen Aufnahmen bewegt wurde und das bleibt ja nicht aus, das war ja auch der Grund für das sonst auftretende Verwackeln, wenn ich eine lange Belichtungszeit genommen habe.
Ich zeige euch mal kurz an einem Ausschnitt, dass das nicht zusammenpasst, erste Bild ausgeblendet, zweite Bild ausgeblendet, dritte Bild und ihr seht die liegen alle ein bisschen anders.
Der erste Schritt den ich jetzt machen muss ist, ich muss alle diese Bilder zueinander ausrichten.
Dazu muss ich sie erst mal auswählen, „Auswahl alle Ebenen“.
Jetzt sind alle Ebenen hier ausgewählt und jetzt kann ich die zueinander ausrichten. Wenn ich mich da recht entsinne, genau, dann geht das unter „Bearbeiten“, „Ebenen automatisch ausrichten“ und dann kann ich Vorgaben treffen.
Ich lasse das einfach hier auf Auto stehen und geben sonst nichts weiter an und sage: mach mal!
Und jetzt rattert Photoshop im Hintergrund und versucht sie zueinander passend auszurichten.
Jetzt, wenn ich die Ebenen ausschalte, sieht man schon, das passt ganz gut und man sieht auch, dass das Rauschen in jedem der Einzelbilder ein bisschen anders ist.
Das kann ich jetzt verwenden und dann könnte ich dem ersten Bild 100 Prozent Deckkraft geben, das erste darüber 50, 25, 33 und so weiter, aber das ist relativ umstänlich, das geht noch viel einfacher.
Ich mache jetzt aus diesen acht Einzelbildern eine Einheit, ich mache daraus ein Smartobjekt.
Das kann ich unter „Ebene“ und „Smartobjekt“, „in Smartobjekt konvertieren“, auslösen.
Dauert einen kleinen Moment, jetzt habe ich ein Smartobjekt.
Da sind weiterhin alle Ebenen drin, deshalb braucht es als Datei auch immer noch relativ viel Speicherplatz.
Der nächste Schritt, den ich gehe, ist, ich sage der Software, liebe Software, geh bitte hin und mache eine Berechnung des Smartobjekts.
Hier unten ist der „Stapelmodus“, in dem die Bilder miteinander, die da als Stapel im Hintergrund liegen, in dem sie miteinander verrechnet werden und da gibt es den Punkt „Median“ und der ist genau der Schritt den ich jetzt gehen muss.
ich klicke Median an und dann wird ein bisschen gerechnet und als Ergebnis sehe ich dann, dass das Rauschen sich deutlich reduziert hat, hoffe ich zumindest.
Da sehen wir es, das ist jetzt mein Ergebnis. Das Rauschen ist stark reduziert, wir können ja nochmal einen Schritt zurückgehen, da sieht man das starke Rauschen, hier ist es deutlich reduziert.
Und wenn wir jetzt mal noch den Bildausschnitt verändern und wieder nach den Skalen gucken, dann sieht man das Smartobjekt, da wird einfach die oberste Ebene angezeigt, da sind diese ganzen kleinen, diese ganzen kleinen Striche nicht zu sehen.
Wenn ich aber jetzt das Ergebnis der Berechnung einschalte, dann sieht man auf einmal wieder hier die ganzen Skalenstriche, also es ist genau das passiert, was ich gerne wollte, ich habe die Anzahl an Details in diesem Bild erhöht für den Betrachter, sodass er auch dann, wenn er tiefer eintauchen möchte, noch neue Dinge finden kann.
Damit bin ich jetzt hier mit der Arbeit in Photoshop eigentlich durch. Jetzt muss ich noch ein bisschen aufräumen.
Ich habe das gerade schon gesagt, hier im Hintergrund sind noch all die Ebenen enthalten, das heißt die Datei wird unnötig groß und der einfachste Schritt ist jetzt, dass ich hingehe und sage „Ebene rastern“, das heißt, es wird das, was jetzt sichtbar ist quasi zur Pixeloberfläche, zur Pixelmenge dieses Bildes. Alles, was nicht sichtbar ist verschwindet.
„Rastern alle Ebenen“, damit ist das erledigt und jetzt werde ich diese Ebene noch zur Hintergrundebene machen und jetzt die ganze Datei abspeichern.
Das Bild ist gespeichert, es ist jetzt eine TIFF-Datei geworden und keine RAW-Datei mehr, Deshalb können wir auch das Entrauschen von Lightroom und auch das Deep-Prime-Entrauschen von DXO leider nicht anwenden,
Aber wir können ausprobieren, was jetzt passiert, wenn wir das Entrauschungswerkzeug von Topaz — „Denoise“ — anwenden.
Ein kleiner Moment und er rechnet noch, aber ich glaube jetzt ist er fertig, ich wechsle mal wieder direkt hoch in die Ansicht der Skalen und dann schauen wir mal.
Man man sieht, das Rauschen ist reduziert und man kann weiterhin zumindest deutlich besser als vorher die Skalenstriche hier sehen.
Also das bringt durchaus noch eine Verbesserung, wer es hat, der kann es eben halt auch noch auf die Bilder anwenden.
Okay, ich lasse das mal ruhig rechnen, wird dann auch gleich gespeichert, sollte passiert sein.
Ja und wenn wir jetzt uns die Ergebnisse angucken, dann muss ich hier mal die Ansicht wechseln, damit wir das sehen können, das ist die umgewandelte Version, die muss ich auch noch eben speichern,. „Datei speichern unter“ und das nenne ich jetzt dann einfach Topaz2, sichern, okay.
Und sowohl die gespeicherte erste Version, die nur durch das Überblenden entstanden ist, als auf diese zweite Version, wo Topaz eine Rolle spielte, die sind beide jetzt schon im Katalog gelandet, das auch ganz praktisch diese Zusammenarbeit zwischen Photoshop und Lightroom.
Dann sehen wir uns das nochmal an, man kann das wieder der Reihe nach durchgehen, das hier da setzen wir mal direkt auf 400%, das war das Ausgangsbild.
Das ist entrauscht mit DXO,
entrauscht mit Topaz,
entrauscht mit Lightroom,
das ist das was ich vorhin schon gezeigt habe, die Version, die mit der Überblendungstechnik gemacht wurde, das ist das eine Bild, was mit Überblendungstechnik gemacht wurde
Das ist das zweite Bild, was ich jetzt mit Überblendungstechnik gemacht habe und das ist die Version, wo Topaz dann nochmal daran gearbeitet hat.
Was man sicherlich auch wieder ein bisschen noch optimieren könnte mit Finetunen, dass die Rauschunterdrückung nicht ganz so kräftig ist unter Scharfzeichen, aber ich denke, dass es durchaus akzeptabel was wir hier haben, wir sind ja immerhin in der 400% Ansicht und das war ein kleiner Sensor, es war sehr wenig Licht, 12.800 ISO und das Ergebnis ist schon dramatisch besser als das was wir ganz zu Anfang hatten, als Ausgangsmaterial.
Automatisieren
Gut, ich habe vorhin schon das angedeutet —wenn ich mich recht entsinne, ansonsten mache ich das jetzt — das Ganze kann man automatisieren.
Das möchte ich noch kurz zeigen, wie man das einrichten kann in Photoshop und dafür brauche ich jetzt wieder diese 8 Bilder und das geht los von 7, 8, 9, 10, 11, 12, 13, 13, 14, das heißt alle markieren.
Nur diese beiden nicht, das sind die Bilder, die Topas gemacht hat beziehungsweise das Überblendungsergebnis. Aber das sind die Originale, die RAW-Dateien, die schicke ich jetzt wieder rüber nach Photoshop, mal gucken, da mache ich schließlich die Datei, die brauchen wir jetzt nicht mehr, ok, „Bearbeiten in“, „In Photoshop als Ebenen öffnen“
Und da werden wir jetzt gemeinsam dann noch eine Aktion anlegen.
So, der Ebenenstapel ist fertig, jetzt geht es daran die eigentliche Aktion zu erstellen.
Wenn man Aktionen anlegen will, gibt es ein paar Dinge, die man beachten sollte, weil diese Aktion ja universell für unterschiedliche Bilder funktionieren sollen, so wäre es sehr schlecht, wenn in der Aktion zum Beispiel die Namen der Ebenen oder die Anzahl der Ebenen aufgezeichnet würden.
Genau das würde passieren, wenn ich jetzt alle Ebenen auswählen würde mit der Maus und dem Cursor, indem ich erst die erste Ebene anklicke und mit gedrückter Umschalttaste die letzte. Jetzt werden exakt Ebenen mit diesem Namen und in dieser Menge ausgewählt.
Es kann aber sein, dass ich für eine andere Situation vielleicht mehr oder weniger Ebenen habe, die dann auch alle eine andere Namen haben. Deshalb sollte man da ein bisschen anders vorgehen, ich werde das jetzt gleich zeigen.
Bleiben wir mal bei der Auswahl, der erste Ebene, so kommt die ganze Sache ja von Lightroom hier nach Photoshop.
Wenn ich jetzt eine Aktion starten möchte oder eine neue Aktion anlegen möchte, dann kann ich hier über das Dreieck, über diesen Abspielknopf, wie man ihn von Kassettenrekordern und Tonbändern kennt, über diesen Abspielknopf kann ich jetzt die Aktion anlegen.
Dazu müsste ich aber als erstes einen „Satz“ haben.
Eine Aktion ist immer in einem Satz und hier gibt es schon einen Satz, der heißt aber Quadrat quer oder hoch, da passt das Entrauschen nun gar nicht zu.
Also mache ich mir einen neuen Satz und den nenne ich „Stapelentrauschen“. Okay und da hinein soll jetzt die erste Aktion aufgezeichnet werden, die kann ich auch hier mit dem Plus auswählen, das nenne ich jetzt „Entrauschen“ und das soll in „Stapelentrauschen“ entstehen
Ich möchte jetzt aufzeichnen und so bald ich auf „Aufzeichnen“ klicke, leuchtet hier der Knopf rot, das heißt: ab sofort werden alle Schritte, die ich gehe, vom Programm aufgenommen.
Ich kann das auch unterbrechen, indem ich hier den Stoppknopf drücke und wieder fortsetzen, indem ich auf den Aufnahmeknopf drücke.
Erster Schritt, den ich jetzt mache: ich muss alle Ebenen auswählen.
„Auswahl“ , „Alle Ebenen“, da finde ich den Befehl, jetzt sind alle Ebenen ausgewählt.
Der nächste Schritt, diese Ebenen sollen ausgerichtet werden und das geht über „Ebenen automatisch ausrichten“ im Bearbeiten-Menü.
Dort lasse ich alles deaktiviert bis auf den Punkt „Auto“ und jetzt dauert es einen kleinen Moment, dann werden die Ebenen zueinander ausgerichtet, so wie wir es ja vorhin auch schon gesehen haben.
Jetzt möchte ich aus dem Stapel der Ebenen ein Smartobjekt erzeugen, „in Smartobjekt konvertieren“ ist dann hier der richtige Befehl.
Und als letztes kommt jetzt der Stapelmodus „Median“ zur Anwendung für alle Ebenen (die hier drinnen — zueinander ausgerichtet — in dem Smartobjekt stecken) wird jetzt diese Medianberechnung durchgeführt.
Gut, jetzt ist die ganze Sache eigentlich fertig, aber ich habe jetzt Einzelbilder drin, das bläht die Datei unnötig auf, deshalb gehe ich jetzt auf „Ebene“, „Ebene rastern“, „alle Ebenen“.
Jetzt werden die sichtbaren Anteile aller Ebenen hier zu einem Bild zusammengeschmolzen, aber das ist immer noch eine Ebene und keine Hintergrundebene.
Und für eine normale Bilddatei reicht es, wenn es eine Hintergrundebene ist, also gehe ich nochmal auf Ebene und wähle hier den Punkt „zur Hintergrundebene reduzieren“.
Damit bin ich durch und jetzt kann ich diese Aufzeichnung stoppen, das mache ich über den kleinen Stoppknopf.
Man könnte theoretisch jetzt noch das Speichern mit dazu fügen, aber das bringt eigentlich gar nicht allzu viel. Das wäre gut, wenn ich jetzt mehrere Bildergruppen gleichzeitig hier hinschicken würde und dann würde jede direkt gespeichert, aber das klappt vom Arbeitsablauf her nicht.
Ich kann diese Stapel nicht direkt anlegen und hier hinschicken in Lightroom, sondern ich muss immer jeden Stapel einzeln bilden.
Jetzt gucken wir mal ob das Ganze auch funktioniert, der Test in der Praxis ist natürlich immer wichtig.
Ich gehe auf mein Protokoll und im Protokoll sind alle Arbeitsschritte inklusive des Aufbaus der Ebenen und so weiter vorhanden und das letzte hier ist dieser Punkt, jetzt ist hier die letzte Ebene ausgewählt, das würde aber keine Rolle spielen.
Hier habe ich jetzt noch mal einen ganzen Stapel, mit dem ist noch nichts passiert, die sind auch noch nicht ausgerichtet, das wäre jetzt beim nächsten der Fall. Und ich kann jetzt hingehen und kann hier auf diese Situation die Aktion ablaufen lassen. Mein Protokoll, das ist dieser, diese Kästchen hier für die einzelnen Arbeitsschritte und der Pfeil, kann ich jetzt schließen, ich gehe in die Aktionen, wähle die Aktion, entrauschen und sage über den Startknopf bitte mach mal und jetzt passiert genau das, was ich wollte, die Ebenen werden ausgerichtet, sie werden zum Smartobjekt zusammengefügt und dieses Smartobjekt wird mit dem Medianmodus angewendet und das Ganze wird dann hinterher noch auf eine Hintergrundebene reduziert und damit ist der ist die Aktion durch.
Gucken wir uns jetzt mal das Ergebnis an, ich scroll da mal wieder hier zu den Skalen hoch und die einzelnen Teilungsstriche hier, die einzelnen Striche sind sichtbar. Genau das, was ich haben wollte als Ergebnis.
Es funktioniert also mit meiner Aktion. Jetzt wäre es durchaus sinnvoll, das Ganze auch noch abzuspeichern. Einfach die ganzen Aktionen, die ich hier als sinnvoll behalten habe, alle diese Aktionen speichern und damit habe ich dann auch diese Aktion gesichert und kann sie auch vor allen Dingen an andere Leute weitergeben.
Also es ist keine schwarze Magie, das lässt sich machen, man muss ein bisschen nachdenken, manchmal muss man auch ein bisschen durch die Brust ins Auge vorgehen
Ganz wichtig ist diese Sache mit dem „nichts mit der Maus auswählen“, keine irgendwie gearteten Auswahlen machen, oder so in Aktionen.
Das geht in der Regel komplett schief, das lässt sich immer nur machen über definierte Menüpunkte und deshalb an der Stelle halt hier auch das Vorgehen mit „alle Ebenen auswählen“ und nicht die Maus dafür zu verwenden.
Ich denke das ist so weit klar.
Ja das war es dann doch schon, jetzt haben wir auch noch eine Aktion daraus gemacht und das sollte reichen.
Und weil es sich jetzt gerade so schön anbietet: Du kannst gerne an meinem Grundlagenkurs zur Bildgestaltung teilnehmen. https://www.fotoschule-ruhr.de/Bildgestaltungsworkshop_1.php
