Styx – der Film

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Illustartion des Innraums der Lichtburg als "Little Planet"

Die Lichtburg – Kugelpanorama als Little Planet

Noch ein Kinobericht. (Wen das nervt: bitte überlesen, der nächste eher fotografielastige Text ist fast fertig.) 
Vor ein paar Wochen war ich ja erst in der Premiere von „Gundermann“, gestern war nun die Premiere von „Styx“ in der Essener Lichtburg, meinem Lieblingskino.

„Styx“ ist ein Film des Regisseurs  Wolfgang Fischer, die Hauptrolle spielt (ganz hervorragend) Susanne Wolff.

Handlung

Die Story ist kurz und knapp die Geschichte einer Notärztin, die einen Urlaub dazu nutzt, alleine mit einer 11m-Segeljacht von Gibraltar in den Südatlantik zu den Ascension Inseln zu segeln.
Das Leben ganz allein an Bord gibt ihr die Muße, vom Streß abzuschalten und sich auf eine Reise auf den Spuren Charles Darwins einzulassen.
Den Alltag an Bord mit den wiederkehrenden Aufgaben und vor allem die gefährliche Fahrt durch einen Sturm meistert sie mit der gleichen professionellen Ruhe und Sorgfalt, mit der sie zu Beginn der Films als Notärztin einen Menschen rettet. Und mit der sie das Schiff für die lange Fahrt vorbereitet.

Diese Ruhe ist über weite Teile des Films ein wichtiges tragendes Element hinter der Geschichte und den beeindruckenden Bildern des Segeltörns.

Und so wartet man auf den Zeitpunkt, wo diese schon fast beängstigende Ruhe durchbrochen wird. Der Bruch kommt, als sie sich, unverschuldet und zufällig, in einem schweren Dilemma wiederfindet.
Sie trifft auf hoher See auf ein manövrierunfähiges mit Menschen überfülltes Fischerboot, das langsam zu sinken droht. Die von der Seglerin per Funk benachrichtigte Küstenwache zeigt wenig Interesse, den Flüchtlingen zu helfen und auch die in einige Entfernung passierenden Frachtschiffe weigern sich einzugreifen.
Ihr eigenes Schiff ist zu klein, um den vielen Menschen auf dem Trawler zu helfen. An diesem Punkt ihrer Reise zerbricht die Ruhe, die sie umgibt und sie wird von den Umständen und den Menschen zu einer Entscheidung gezwungen.

… mehr im Kino. ;-)

Fazit

Großartige Geschichte, großartig inszeniert und großartig gespielt.
Es hat sich wieder mal gelohnt, ins Kino zu gehen. Natürlich auch wegen der beeindruckenden Bilder, die auf der großen Leinwand einfach „leben“.

So empfand das wohl auch das Pemierenpublikum in der Lichtburg, es gab lang anhaltenden Applaus für die Mitwirkenden, allen voran den Regisseur Wolfgang Fischer und die Hauptdarstellerin Susanne Wolff.

Während der an die Vorführung anschliessenden kleinen Runde mit Fragen udn Anmelrungen aus dem Publikum wurden noch einige interessante Details berichtet, es ist halt doch eher ungewöhnlich und hat Konsequenzen, wenn ein Spielfilm zu 90% auf dem offenen Meer gedreht wird.
Da war es dann passend, dass ein im Publikum anwesender Segler der Film Authentizität bescheinigte. Produzent und Crew freuten sich. 

Ich fand es beeindruckend, dass die Arbeit zu diesem Film bereits vor sieben Jahren begann. Lange vor dem, was wir nun als „Flüchtlingskrise“ (keine Ahnung, wie ich das nun nennen soll, ihr wißt sicher, was ich meine) erleben.
Und wie es gelingt, das kleine Boot mit der Seglerin stellvertretend für das heutige Europa und dessen Menschen zu zeigen.In all Ihrer Professionalität und Ratlosigkeit.

Handlungsaufruf

Reingehen! 

Zur Website des Films: Styx

/ 14. Sep 2018

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