UV-Filter sind die besten …

Abbildung zu "Warum Filter?"

Warum Filter?

Da blättere ich nichtsahnend in vorpfingstlicher Stimmung durch den Elektronikmarktprospekt aus der Lokalpresse und stoße da plötzlich und unerwartet auf  Werbung für UV-Filter. Vom Verpackungsspezialisten Hama mit 52mm Durchmesser für 11,90€.
Und damit auch unmissverständlich klar ist, wofür man so etwas braucht, steht direkt daneben ein sehr deutlicher Hinweis:
Ein Filter verhilft zu scharfen Aufnahmen mit knackigen Farben und reduziert Verschleierung und Unschärfe.“

Eigentlich kenne ich UV-Filter ja nur in der Verwendung als (durchaus umstrittene) Schutzfilter fürs Frontglas und Umsatzbringer für den Fotohandel, doch hier geht es um die angeblich positive Auswirkung auf Bilder. Das ist neu. (Oder ganz alt und bezieht sich auf die vor vielen vielen Jahrzehnten vorkommenden unvergüteten Gläser mancher Objektive.)

UV-Filter verbessern Fotos? – Faszinierend.

Der Text liess mich mit Fragen zurück. Da gibt es also tatsächlich Objektivhersteller, deren Produkte so schlecht sind, dass die Bilder unscharf, farblos und verschleiert werden? Dumme Sache.
Und andererseits gibt es einfache Filter, die man vor die Objektive schrauben kann, die diese Probleme lösen?
Vielleicht sollte man den Entwicklungsabteilungen dieser Firmen mal den Tipp geben, vor dem Ausliefern standardmässig einfach ein Hama UV-Filter vor die Objektive zu schrauben, um die Ergebnisse zu verbessern.
Da kann man dann vielleicht gleich 100,00€ oder 200,00€ mehr verlangen.
Und bei den großen benötigten Stückzahlen könnten die Einkaufspreise deutlich unter dem Endverbraucherpreis von 11,80€ liegen.
Und wenn man mit so einer einer kleinen Investition das eigene Produkt auch für die Tests der Fotozeitschriften aufmotzen könnte, wäre man doch mit dem Klammerbeutel gepudert, wenn man auf diese Möglichkeit verzichten würde.

Ich frage mich, welche Tricks die Hersteller dieser Filter beherrschen, dass sie in der Lage sind, ein Produkt zu entwicklen, das die schlechten Objektive nur durch das einfache Vorsätzen dieses Filters so massiv verbessert.
Und warum können die Objektivhersteller so etwas nicht gleich selber machen?
Die haben das doch (hoffentlich) studiert.

Ernsthaft

Abbildung einer Streulichtblende

Streulichtblende

Damit der Text hier nicht nur ins Lächerliche abdriftet, möchte ich auf ein Produkt hinweisen, dass wirklich vor das Objektiv gehört, weil es im Gegensatz zum UV-Filter (der nur bei extremer UV-Strahlung etwas bringt) auch wirklich nützlich ist.
Während ein unnötiger Filter (der UV-Filter ist in der Digitalfotografie fast immer unnötig) sogar das Bild verschlechtern kann, hat die Streulichtblende eigentlich nur positive Einflüsse

Die Streulichtblende (auch Gegenlicht- oder Sonnenblende genannt) kann tatsächlich das Bild verbessern. Sie verhindert , das Licht von einer Lichtquelle außerhalb des Bildausschnittes auf das Frontglas fällt. Durch das Streulicht könnten sonst (evtl. unerwünschte) Reflexe entstehen und die Bilder könnten tatsächlich Farbsättigung und Kontrast verlieren.
Darüber hinaus bietet die Streulichtblende einen mechanischen Schutz für die Frontlinse des Objektives.

Streulichtblende kaufen

Abbildung zu Weniger Schleier und mehr Farbsättigung dank Streulichtblende.

Weniger Schleier und mehr Farbsättigung dank Streulichtblende.

Leider werden viele Objektive, gerade auch die preiswerten Modelle, ohne Streulichtblende ausgeliefert. Aber zum Glück kann man sei nachkaufen.
Streulichtblenden müssen aber auf das jeweilige Objektiv abgestimmt werden. Dabei spielt nicht nur der Durchmesser der Frontlinse, sondern auch der Bildwinkel des Objektivs eine Rolle. Und auch die Bauweise ist wichtig, bei mitdrehenden Frontlinsen kann man nur die ringförmigen Typen einsetzen.

Da es also bei der Wahl der Streulichtblende auf das jeweilige Objektiv ankommt, gibt es hier nur einen allgemeinen Link zu dem Suchbegriff bei Amazon. (Wenn Du dann tatsächlich über diesen Link bestellen solltest, erhalte ich ein paar Prozent vom Verkaufspreis, ohne dass Du mehr bezahlen musst. Ein typisches Win-Win-Modell also, danke.)

Zum zweiten Teil

/ 13. Mai 2017

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.