diese Woche … (1509)

Winke Winke

Winke Winke

Was diese Woche noch liegen blieb:
Mal was ganz anderes zum Start:  ein Art Weltkarte der Fotografie. Dank der GPS Funktionalität vieler Kameras (und vor allem vieler zum Fotografieren genutzter Smartphones) gibt es mittlerweile eine riesige Menge an Bilder mit Ortsangaben. Zum Teil sind die Fotos bis auf den Meter genau verortet.

Wenn man Zugriff auf viele dieser Bilder hat, kann man damit eine Weltkarte füttern und so die „Orte häufiger Fotografie“ erkennen. Das geht zum Beispiel mit den vielen Fotos, die unter „Panoramio“ in Google Maps eingebunden werden.
Diese Bilder wurden überall auf der Welt aufgenommen, aber natürlich gibt es Häufungen von Bildern an bestimmten Orten. So wird der Eifelturm sicher öfter aufgenommen als der nächstgelegen Autobahnparkplatz. Diese Häufungen bilden die Basis für die Weltkarte unter Sightsmap. Auf Ihr werden die Orte, an denen viele Fotos enstanden sind in hellen und warmen Farben markiert. Die „Hotspots“ der Fotografie sind also schnell zu finden. (Das ganze ist natürlich keine echte Statistik, aber durch die große Menge an Bildern, die zur Verfügung stehen, hat es durchaus eine gewisse Aussagekraft.)

Interessanterweise ist Europa generell ganz vorne mit dabei. Und auch Japan, wer hätte das gedacht.
Man kann in der Karte in fremde Länder eintauchen und evtl. den nächsten Urlaub vorbereiten – entweder indem man die meistfotografierten Plätze als attraktive einschätzt und aufsucht, oder indem man sie bewusst meidet.

Es ist auch spannend, sich einmal die nähere Umgebung um das eigene Zuhause  heranzuzoomen. Manchmal fragt man sich dann schon, warum an einigen Stellen soviel fotografiert wird. Oder man entdeckt vielfotografierte (also wohl fotografierenswerte) Orte, die man bisher noch gar nicht kannte.

Hier der Link zu Sightsmap.com.


 

Bilder einer Ausstellung

Der Fotograf Sandro Miller hat in Zusammenarbeit mit dem Schauspieler  John Malkovichh eine ziemlich große Serie von Fotografien aufgenommen. Alle diese Bilder basieren auf Vorlagen, die aus der Geschichte der Fotografie nicht wegzudenken sind. Und in allen diesen Bilder schlüpft Malkovich in die Rolle der ursprünglich in den Vorlagen erschienenen Hauptfiguren der Bilder. Von Albert Einstein über Alfred Hitchcock bis zu den Zwillingsmädchen im berühmten Foto von Diane Arbus.
Es ist faszinierend zusehen, wie zum einen den „Vorlagen“ Tribut gezollt und anderseits diesen Bilder auf einmal ein völlig anderes Leben eingehaucht wird. Und es ist auch ein spannende Auseinandersetzung über die Fotografie als Medium.
(Da fällt mir gerade ein, das Projekt wäre sehr gut für einen speziellen Bereich der Ausstellung „(Mis) unterstanding Photography“ im Museum Folkwang in Essen gewesen, hier mein kleiner Bericht zu dieser Ausstellung.)

Die Bilder von Sandro Miller wurden in einer Galerie in Chicago gezeigt, ich hoffe, sie kommen auch mal in ein Museum oder eine Galerie in meiner Nähe.
Zu den Bildern.


 

Analoge Fotografie XXL

Ein Video der Reporterin und Filmemacherin Miriam Häusler. Sie zeigt die Arbeit des  Fotografen Björn Albert an einer Architekturfotogarfie.
Der gesamte Prozess von der Vorbereitung und dem Warten auf den Moment des richtigen Lichtes über die Aufnahme mit der Fachkamera bis zum fertigen 2 x 2 Meter Bild werden hier gezeigt.
Hier ist der Moment der Aufnahme nicht auf das Auslösen reduziert, sondern der Zeitraum davor (und der danach) spielt ein wichtige Rolle im Video. (Ich finde es aus persönlichen Gründen nett, zu sehen, dass auch andere Fotografen mit einer „Monorail“ ausserhalb des Studios fotografieren. ;-)  )

Zum Video (übrigens in deutscher Sprache)


 

New York in den 80igern und 90igern

In Bezug auf den Aufnahmestandort ist es von der Architekturfotografie ja nur ein kleiner Schritt (die Leiter runter – und nach dem Abnehmen des Einstelltuches nicht vergessen, dass Krönchen zu richten  ;-) )  zur Streetphotography.
Ich habe in der letzten Woche (bei kwerfeldein.de?) einige Bilder eines amerikanischen Fotografen –  Robert Herman (mir bisher völlig unbekannt) – gefunden, die mich gerade auch wegen ihrer Farbigkeit ansprechen.
Zu den Fotos.


 

Recht vs. Recht

Zu den verschiedenen Stellen, an denen momentan um die Fotografie im öffentlichen Raum, die Streetphotography, gekämpft wird, habe ich in der letzten Zeit schon häufiger geschrieben. In dieser Woche hat Mario Sixtus dazu einen längeren und durchaus pointierten Text geschrieben, den ich hier als lesenwert verlinken möchte.
Zum Text


 

Film und Mensch und Foto

Der amerikansiche Fotograf Wee Gee (eigentlich Arthur Fellig) ist die reale Vorlage für viele Phantasien über den klassischen „Fotoreporter„. Von der Dunkelkammer im Kofferraum bis zum abgehörten Polizeifunk sind alle Klischees erfüllt.
Er hat aber nicht nur Mord und Totschlag, Unglücke und spektakuläre Situationen fotografiert, sondern er hat auch das alltägliche Leben dokumentiert, durchaus auch mit einem voyeuristischem Nachgeschmack.
Sehr deutlich wird das bei seinen unbeobachtet mit speziell gefiltertem Blitzlicht und Infrarotfilm aufgenommenen Fotos der Liebespaare am Strand von Coney Island oder bei seiner mit der gleichen Technik fotografierten Serie über Menschen im Kino.
Hier ein Link zu einigen der Kinobilder und etwas mehr Information.

 

Viel Spaß in der nächsten Woche und macht tolle Bilder…