diese Woche … (1504)

"Kein Foto!"

„Kein Foto!“

Was diese Woche noch liegen blieb:
Ich hatte in der letzten Zeit schon mehrfach über Probleme mit der Fotografie im öffentlichen Raum geschrieben, die durch die rechtliche Situation in Deutschland auftreten können.
Es gibt einige aktuelle Entwicklungen dazu.
Espen Eichhöfer (Randbemerkung: der bei derselben Professorin studiert hat wie ich, wie ich seiner Vita entnehmen konnte) hat bei Startnext ein Crowdfunding-Projekt erstellt, mit dem er einen möglichen Rechtstreit in dem Zusammenhang finanzieren möchte. 
Unter fotowalker.de gibt es unter dem Titel „Zunkunft der Streetphotography gefährdet“ weitere Informationen dazu, unter anderem einen kurzen Film mit Espen Eichöfer, und unter „Drei Fragen an Espen Eichhöfer“ gibt es ebendiese drei Fragen (und Antworten).


Hochzeitsfotografie

Das war viel „Streetphotography“ hier in letzter Zeit, aber jetzt kommt etwas anderes. Ein Beitrag mit Bildbeispielen über Hochzeitsfotografie, die Notwendigkeit eines Fotografen und die Kosten.
Und: natürlich gibt es auch schlechte professionelle Hochzeitsfotografen.
Und: ich mache keine Hochszeitsfotos. Ganz bestimmt nicht!


GAS

Die Abkürzung GAS bedeutet eigentlich „Gear Acquisition Syndrome“, man bezeichnet damit scherzhaft den Drang vieler Fotointeressierter, eher Geräte zu kaufen als zu fotografieren. Hier in diesem Beitrag wird die Abkürzung aber ganz anders gedeutet, nämlich als „Gear Avoidance Syndrome“ und steht für den empfohlenen Weg, möglichst nicht mehr zu verwenden als nötig.
Die Beschränkung auf eine Kamera und ein Objektiv, besser noch eine Brennweite, kommt mir ja sehr entgegen. Mäßig lichtstarke (und damit leichte) 35mm an Vollformat oder ein vergleichbarer Blickwinkel an anderen Sensorgrößen ( warum spielt das eine Rolle? ) reichen mir oft völlig aus.


Wird der Sensor kleiner, wird im Bild nur noch ein Ausschnitt des vom Objektiv erzeugten Bildes wiedergegeben. Das entspricht in seiner Auswirkung auf die Bildgestaltung einer Verlängerung der Brennweite am ursprünglichen Sensor und kann zu einer anderes empfundenen Wiedergabe des Raumes führen.


Ralph Morse

Ein Bericht in der NY Times (natürlich in Englisch) über den vor einigen Tagen im Alter von 97 Jahren verstorbenen Fotografen Ralph Morse. Ein interessanter Einblick in sein Leben, leider aber nur wenige Bilder in der „Slideshow“.


Linkshänder

Fotokameras sind für Linkshänder meist nicht so gut zu bedienen. Die Fotografin Sylvia Cacciatore hat bei Canon nachgefragt, ob es nicht möglich wäre, eine Kamera wie die 5DIII auch für Linkshänder zu entwerfen.
Man empfahl ihr dort auf die „Power Shot“-Reihe von Canon umzusteigen. (Da fragt man sich schon: „Wissen die überhaupt, was sie da herstellen?“)
Nun hat Sie eine Petition gestartet, um Canon davon zu überzeugen,das Thema noch einmal zu überdenken.
Das Foto, dass  Sylvia Cacciatore mit Ihrer Kamera zeigt, habe ich als Vorlage benutzt, um auch mal mit links zu fotografieren. Verdammt schwer!
Weitere Links zum Thema Kamera für Linkshänder:
Ein zusätzlicher Auslöser erlaubt die Einhandbedienung einer Kamera.
Nikon F3 für Linkshänder (Bitte Datum beachten)


Am Strand. Von oben.

Menschen am Strand sind ein immer wieder gern aufgegriffenes Thema in der Fotografie. (Man müsste glatt mal eine Liste derer zusammenstellen, die das Thema intensiver bearbeiteten. Zur Zeit fallen mir da Martin Paar, Gary Winogrand und natürlich Weegee ein. Hast Du noch einen Vorschlag?).
Hier ein Artikel über die Strandbilder von Tadao Cern. In seinem Projekt „Comfort Zone“ hat er schlafende Menschen am Strand unbemerkt fotografiert. Mich erinnert das durch den Blickwinkel und die Ausleuchtung an eine besondere Disziplin der Sachfotografie, in der die Kleidung liegend so arrangiert wird, als würde sie von einem Menschen in Bewegung getragen.
Die Fragen und Kontraste gefallen mir.
Und ja: so anonymisiert würde ich nichts dagegen haben, auch auf diese Art fotografiert zu werden. Und es sähe auch ähnlich aus. ;-)



Recherche

In Gesprächen über die Fotografie stelle ich immer wieder fest, dass über die Fotografen oft nicht soviel bekannt ist. Ich bin da ganz bestimmt auch kein Fachmann (während des Studiums habe ich einige Leute kennengelernt, die sich da wirklich auskannten) aber ich will trotzdem versuchen, hier hin und wieder Namen von Fotografen zu nennen, die vielleicht als Startpunkt für eigene Recherchen am Sonntag dienen können.
Das ganze hat keine Rangliste oder anderweitig festgelegt Reihenfolge, sondern hängt eher damit zusammen, was mich aktuell berührt hat.
Diese Woche möchte ich den Fotografen Robert Frank vorschlagen. Er ist, wenn ich das etwas untertreibe, einer meinen Lieblingsfotografen und wie ich der Lokalpresse in dieser Woche entnehmen durfte, kommt eine neue Ausstellung seiner Bilder (und er selbst) noch dieses Jahr in meine Heimatstadt.
Hier ist ein Bericht über die Ausstellung als Startpunkt für die eigene Recherche.


Viel Spaß in der nächsten Woche und macht tolle Bilder…


Ein Gedanke zu „diese Woche … (1504)

  1. Daniel E. Atencio Psille

    Bei allem Respekt vor Espen Eichhöfer und seinem Vorhaben – so lange unsere Politiker sich stärker einem gefühlten Schutz des Einzelnen vor Ablichtungen verpflichtet fühlen, wird sich am Status Quo nichts ändern.
    Als Beispiel möchte ich dazu die kürzlich erfolgte Verschärfung des §201a StGB („Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs durch Bildaufnahmen), Satz 2 anführen. Vordergründig soll sie Fotografien von Jugendlichen im Alkoholrausch unterbinden, dürfte aber ebenfalls gut dazu geeignet sein, unliebsame Fotografen in Schwierigkeiten zu bringen. Der Vereinfachung der Rechtslage dient sie jedenfalls nicht.
    Bei dieser Diskussion überrascht mich die Ruhe auf Seiten der Fotografenverbände. Meinen diese, mit einem Presseausweis (eine andere, aber auch sehr interessante Diskussion) wäre die aktuelle Entwicklung für sie nicht relevant?

    Antworten

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