Das muss gerade!

Wo ist der Horizont?

Wo ist der Horizont?

In den letzten Monaten stehen in der Wochenendausgabe der lokalen Tageszeitung regelmässig  kurze Tipps und Tricks zur Fotografie. Manchmal sind die wirklich gut und sinnvoll, gerade für Leute, die nicht so oft oder noch nicht so lange fotografieren. Aber manchmal, da weiß ich wirklich nicht, was man mir da sagen will.

Heute fiel mir die letzte Wochenendausgabe in die Hände (auf dem Weg zum Altpapier finde ich machmal noch die eine oder andere Perle). Diesmal ging es um das Thema Horizont und die Ausrichtung auf denselben. Illustriert war das ganze mit einem Beispielbild, das eher an den Haaren herbeigezogen war – der Tradition bleibe ich mit meinem Bild zu diesem Beitrag einfach treu.
Als Ratschlag war in dieser Ausgabe der Tageszeitung zu lesen, das man den Horizont in den meisten Fällen besser gerade ausrichtet. Prima, das hört sich zwar banal an, wird aber trotzdem gerade von Gelegenheitsfotografierenden gerne übersehen. Es erfordert anscheinend tatsächlich etwas Übung (und Diszplin?), das schon im Sucher bzw. auf dem Display zu erkennen.
(Übrigens: Wenn Deine Kamera keine Wasserwaage oder zumindest Hilfslinien hat, kannst Du dazu evtl. die Autofokusmessfelder benutzen. Siehe auch hier.)

Nach dem Tipp kam dann aber ein Hinweis, den ich einfach nicht verstehe.
Eine kleine Schieflage liesse sich zwar mit Photoshop wieder gerade rücken, aber: „Am besten wirken die Bilder jedoch, wenn man schon beim Auslösen daran denkt.

Ich bin faul und möchte deshalb unnötige Nacharbeit soweit als möglich vermeiden. Aus diesem Grund versuche ich natürlich schon beim Auslösen, auf die Lage des Horizonts zu achten.  (Und meine aktuell am meisten genutzte Kamera, eine Olympus E-M1*, blendet mir dazu sogar eine Art künstlichen Horizont ein.)
Aber ich bin völlig ratlos, woran der Autor des Zeitungstextes erkennt, dass die Wirkung des Bildes davon beeinflusst wird, ob man schon bei der Aufnahme oder nachträglich den Horizont begradigt.


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/ 21. Aug 2017

2 Gedanken zu „Das muss gerade!

  1. Bernhard

    Da hat der Autor wohl aus einem Uralt-Ratgeber aus der Anfangszeit der digitalen Fotografie zitiert. Als die Bilder noch vergleichsweise wenige Pixel hatten, beim Geraderücken aber alle Pixel verschoben werden, konnte es damals wohl schon zu erkennbaren Verschiebungen im Bild kommen. Gleichwohl habe ich das auch damals nicht bemerkt.

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